Mean Guns bringt mit Christopher Lambert und Ice-T zwar zwei prominente Namen zusammen, verschenkt aber nahezu konsequent das vorhandene Potenzial. Die Grundidee – eine Gruppe von Killern, die sich in einem abgeschlossenen Setting gegenseitig dezimieren soll – klingt nach einem schnörkellosen, harten Actionthriller. Leider gelingt es Pyun nicht, den Film wirklich in Gang zu bringen oder Spannung aufzubauen.
Wie so oft in seiner Filmografie ist das fehlende Budget deutlich spürbar. Es liegt nahe, dass ein Großteil davon bereits für die beiden Hauptdarsteller draufging, denn inszenatorisch wirkt Mean Guns erstaunlich billig. Trotz zahlreicher Auseinandersetzungen mit unterschiedlichsten Schuss- und Handwaffen bleibt der Film fast schon irritierend unblutig. Verletzungen sind kaum zu sehen, der Boden bleibt sauber und Wände zeigen bestenfalls vereinzelte Einschusslöcher. Das nimmt den Actionszenen jede Wucht und wirkt sowohl unrealistisch als auch unfreiwillig zahm.
Hinzu kommt, dass die Charaktere erschreckend oberflächlich bleiben. Man erfährt so gut wie nichts über ihre Motive oder Hintergründe, wodurch es dem Zuschauer letztlich egal ist, wer gerade stirbt. Emotionale Beteiligung kommt zu keinem Zeitpunkt auf. Lediglich Lamberts Figur erhält so etwas wie eine Hintergrundgeschichte – doch selbst diese fällt derart knapp und belanglos aus, dass sie problemlos auf ein kleines Zettelchen gepasst hätte.
Somit ist Mean Guns ein typischer Pyun-Film: eine gute Idee, ordentliches Grundkonzept, aber schwache Umsetzung. Für Fans von Low-Budget-Action oder der beteiligten Darsteller mag der Film einen gewissen Reiz haben, objektiv betrachtet bleibt jedoch nur ein enttäuschender, unausgegorener Actionfilm, der weit hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt.