Tobe Hooper ist noch immer in Fankreisen ein Synonym für die Revolution im Horrorfilm, denn er bescherte uns schließlich 1974 den Terrorfilm schlechthin: The Texas Chainsaw Massacre. Seit dem Tage der Premiere dieses Klassikers muss sich nun leider Tobe Hooper an dem Ruf seines Meilensteins messen lassen. Und dass ihm dies Probleme bereitete, wissen wir mittlerweile. Sein "The Mangler" zählt sicherlich zu den Werken seiner Karriere, die als gelungener in Erinnerung bleiben und zwar nicht nur aufgrund seiner derben Effekte in der Unrated-Fassung. Denn der Film lebt vor allem von seiner bedrückenden, altmodischen Fotographie! Die Atmosphäre in der Wäscherei ist von hoher Arbeitsintensität gekennzeichnet, Schweiß und Blut scheinen sich in dieser schwülen Stimmung zu vermischen. Die Mangel selber ist ein wuchtiges Urvieh, das aus dem Zeitalter der Industrialisierung zu stammen scheint und daher für nicht mehr sehr sicher gehalten werden dürfte - was sich ja auch schließlich bewahrheitet, allerdings aus anderen Gründen als dem Alter des Gerätes.
Robert Englund als Besitzer der titelgebenden Heißmangel liefert eine gute Performance - so stelle ich mir wirklich nicht den Chef meines Vertrauens vor.
Dass der Film auf einer Kurzgeschichte von Stephen King beruht, sollte nur am Rande bemerkt werden, denn Hooper gelingt es, einen 100 Minuten Albtraum zu kreieren, der insgesamt nicht viel mit den Stephen King Geschichten bekannter Machart korrespondiert. Es wäre schön, wenn von Hooper mehr solcher uriger Werke kommen würden, und wir von Filmen wie seinem "Invasion vom Mars" verschont blieben.