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Yes! Wer könnte seinen eigenen grandiosen Kampfsportfilm vom Jahr 2005 eigentlich noch toppen? Die Antwort liegt ganz klar bei Tony Jaa. Denn nach "Ong-bak" zeigt er uns mit "Revenge of the Warrior" seinen zweiten Geniestreich der Kategorie knüppelhartes "Back-to-the-Roots-Kampfsport" der unglaublichsten Sorte.

Kham (Tony Jaa) zieht es aus dem Dschungel seiner Heimat bis nach Sydney, da Bösewichte seine heiligen Lieblingselefanten gestohlen haben, um ihnen das begehrte Elfenbein zu entreißen. Doch Pech für die Triadenbosse, die gerade im Clan ihres Onkels die Macht an sich reißen wollen, dass der naive, aber extrem schlagkräftige Kham auftaucht und dem bärbeißigen Polizisten Mark (Petchai Wongkamlao) aus der Patsche hilft, der unter Mordverdacht steht. Dies ist der rote Faden, an dem jede Menge rasante und unvorstellbare Fights aufgehängt werden. Denn nichts und niemand kann Kham daran hindern seine Elefanten wieder zurückzuholen mit denen er aufgewachsen ist. Und wer sich ihm in den Weg stellt, der wird schon sein blaues Wunder erleben.
Wie bei "Ong-bak" ist zwar auch die Story bei "Revenge of the Warrior" eher simpel gestrickt bei der es natürlich auch etwas an Logik fehlt und die beinahe schon wie eine Kopie von "Ong-bak" wirkt, denn wo dort noch der Kopf eines heiligen Buddhas gestohlen wird, so sind es hier zwei Elefanten auf die es die Handlanger abgesehen haben. Doch auch hier muss ich sagen dass es auf die Geschichte in diesem furiosen Action-Kracher gar nicht ankommt sondern auf die handheberisch technisch virtuos genial geführten Fights von Tony Jaa. Wie in "Ong-bak" zelebriert er auch hier ohne die bekannten Drahtseile seine enorme Schlagfertigkeit mit unglaublichen Tritten und Schlägen die es einfach in sich haben und die zudem noch härter ausgefallen sind, als sie es eh schon in "Ong-bak" waren. Denn Tony Jaa bricht in einer Szene eine Horde von Gegner jedem einzelnen Beine und Arme was das Zeug hält und macht auch hier nicht halt vom Waffengebrauch. Natürlich kommen auch hier fast immer seine herausragenden und extrem harten Ellbogen und Knieschläge zur Geltung die er hier unter anderem gegen einen ausgereiften Capoeira-Kämpfer oder gegen vier riesige Bergklötze (unter ihnen Nathan Jones, der manchen bekannt sein dürfte aus "Troja" und demnächst auch in Ronny Yu’s "Fearless" an der Seite von Jet Li zu sehen sein wird) einsetzen darf - Einfach ein wahrer Augenschmaus was dieser unglaubliche Kämpfer hier so an Wahnsinns-Fights abfeuert.

Fazit: War "Ong-bak" für mich schon DER Kampfsportfilm des Jahrtausends, so zeigt uns der neugeborene Martial-Arts-Star Tony Jaa auch in seinem zweiten großen Streifen wieder dermaßen unvorstellbare Kampfkunst, dessen Muay Thai dieser mit seiner enormen Härte, schlagfertiger Präzision und Schnelligkeit dem Zuschauer auch ein ums andere Mal die Kinnlade herunterklappen lässt, bei der die Story nur zum Vorwand dient, bis man die nächste genial choreographierte Kampfszene bewundern darf. Und nur darauf kommt es in "Revenge of the Warrior - Tom Yum Goong" an. So bleibt nur noch eins zu sagen, dass dieser Streifen ein absoluter Actionkracher ist, bei dem noch mehr grandiose Fights von Tony Jaa auch diesmal garantiert sind und der Film seinem "Vorgänger" "Ong-bak" in nichts nach steht, nein sogar noch einen kleinen Tick besser ausfällt!

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