Und erneut darf Tony Jaa in „Revenge of the Warrior“ sein Können unter Beweis stellen. Und eins steht fest, für alle Fans von Martial Arts im „Ong Bak“ Stil gibt es ordentlich was zu gucken.
Auf der Suche nach seinem von Tierhändlern entführten Elefanten, wird unser Tony nach Sydney geführt. Dort schlägt er dann alles kurz und klein, bis er die Bösewichter gefunden hat.
Jaaa, so oder so ähnlich könnte man die Story zusammenfassen. Eigentlich ist es die gleiche wie in „Ong Bak“ oder zig anderen Filmen dieser Art. Man muss aber auch zugeben, dass die Möglichkeiten eine Story im Martial Arts Bereich aufzubauen relativ gering sind. Und so ist es immerhin erfrischend Tony Jaa auf der Elefantensuche zu begleiten, denn so etwas gab es immerhin noch nicht.
Die Handlung ist aber auch Nebensache. Was zählt sind die herausragenden Actionszenen, die einem die Kiefer offen stehen lassen. Solche Fights hat man selten bis nie gesehen. Die Körperbeherrschung von Tony Jaa ist phänomenal, was er hier an schwierigen Akrobatikkunststücken aus dem Ärmel schüttelt ist unglaublich und dürfte auch nicht Karate Freaks ins Staunen versetzen.
Leider gibt es auch negative Punkte. Die Handlung wird teils sehr verworren geschildert und ist für den Zuschauer nicht unbedingt nachvollziehbar. Das gilt vor allem für die Szenen nach der Elefantenentführung bis zur Ankunft in Sydney. Tom taucht einfach an unterschiedlichen Locations auf, ohne dass der Zuschauer weiß wie er da überhaupt hinkommt. Der zusätzlich eingeflochtene Machtkampf des Verbrechersyndikats ist dann auch eher verwirrend und nicht alle Handlungsstränge werden zu Ende verfolgt. So tritt Petchtai Wongkamlao bekannt aus „Ong Bak“ nur in einer eher unbedeutenden Nebenrolle an. Ob dieser Schlamassel an der ordentlich an Handlung gekürzten internationalen Fassung des Films liegt, vermag ich leider nicht zu sagen. Jedenfalls wird der Film dadurch nur auf seine Action reduziert.
Weiterhin ist der techno-industrial geschwängerte Soundtrack während der Actionszenen kaum zu ertragen. Eintönig hämmert die Musik auf den Nerven der Zuschauer rum, so dass man einfach nur den Ton leiser machen möchte.
Davon aber mal abgesehen ist sonst alles im grünen Bereich. Gute Produktion, brauchbare Schauspieler (auch wenn Tony nur grimmig nach seinen Elefanten ruft) und natürlich jede Menge Action.
Fazit: Ohne Zweifel ist „Revenge of the Warrior“ ein gelungener Martial Arts Film geworden. An „Ong Bak“ reicht er aber leider nicht heran. Dafür ist die Handlung einfach zu löchrig. Trotzdem ist der Film auf alle Fälle sehenswert.