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MONSTER CITY ist noch so ziemlich der harmloseste Beitrag des Anime-Regieveteranen Yoshiaki Kawajiri, aber es geht auch mal fast ohne Blut. Die simple Story über einen heroischen Schwertkämpfer und böse Monster lebt eh in erster Linie von den überwätigenden Bildern, in denen sie erzählt wird. Dabei gibt es die obligatorischen schwungvollen Actionsequenzen, wenn es zu Kämpfen mit den äußerst phantasievoll gestalteten Schurken kommt, aber auch langsame Passagen, die einen mit ihrer hypnotischen Ruhe regelrecht einlullen. Zu letzterer Sorte gehört z.B. die Szene mit den Kinderseelen, doch auch die ist - obwohl von kitschigem Pink dominiert - einfach nur wunderbar aufgebaut. Vom fiesen Obermotz hatte man sich vielleicht mehr versprochen, aber ansonsten gibt es keinen Grund zur Klage: Optik, Tempo und Zwischengegner überzeugen auf ganzer Linie in diesem gezeichneten Kleinod des düsteren Fantasy.