Review

Für das, dass der Kinotrailer andauernd im TV zu sehen war, hat mich "Evolution" schon ziemlich enttäuscht, denn alles, was über das einmalige Ansehen hinausgeht, wird mit gähnender Langeweile belohnt bzw. bestraft. Auch schon beim ersten Mal reißt der Film nicht vom Hocker, da die Story idiotisch ist, aber leider auch nicht zu abgedreht, dass "Evolution" als Edel-Trash oder Ähnliches bezeichnet werden könnte. Kurzum einfach nichts Besonders.
Ira Kane (David Duchovny), ein Biologielehrer, und der Geologie-Professor Harry Block (Orlando Jones) machen sich mit dem Pool-Reiniger und baldigen Feuerwehrmann Wayne auf die Suche nach Aliens, um diese zu bekämpfen. Vor ein paar Tagen nämlich stürzte ein Meteorid mitten in der Wüste in die Erde. Wayne, der gerade dabei war, für die Feuerwehrprüfung zu proben, bekommt den Vorfall mit und hilft seitdem den beiden gescheiterten Uni-Dozenten beim Kampf gegen die Aliens, die sich nach und nach aus einer Substanz, die im Meteorid enthalten war, bilden.
Hört sich irgendwie nicht besonders spannend an, weil Parallelen zu "Men in Black" zweifelsohne bestehen. Schon allein die Besetzung beweist gewisse Ähnlichkeiten, da "Evolution" genauso wie "Men in Black" als Buddy-Movie bezeichnet werden kann. Will Smith wird von Orlando Jones ersetzt und David Duchovny übernimmt die Rolle eines Tommy Lee Jones. Auch die Rolle von Julianne Moore, die ein wenig bei "Evolution" mitwirken darf, kommt bei seinem weitaus erfolgreicheren Pendant vor, nur dass in diesem die Rolle von Linda Fiorentino gespielt wird.
Mir hat ja "Men in Black" schon nicht gefallen und somit ist es auch gar nicht verwunderlich, dass "Evolution" auch eher nur Magerkost darstellt. Sowohl in Sachen Effekte als auch in Unterhaltung und Witz, denn dem Film kann man zwar die unernste Atmosphäre nicht absprechen, aber zum Lachen oder nur zum Schmunzeln wird der Zuschauer nur ganz selten animiert, was einen deutlichen Negativpunkt darstellt.
Klar versteht Ivan Reitman sein Handwerk und sowohl Kameraführung als auch Schnitt sind gewohnt solide, aber im Endeffekt ist "Evolution" teilweise ganz unterhaltsamer, aber auch nicht überwältigender Einheitsbrei, den man sich nicht unbedingt antun muss. Es gibt besser Sci-Fi-Komödien, bessere Buddy-Movies und vor allem auch kurzweiligere Filme. Sozusagen gibt es keinen wirklichen Grund, sich "Evolution" anzusehen, außer aus Interesse. Und genau deswegen habe ich mir den Film auch angetan und bereue es im Nachhinein zwar nicht völlig, aber es gibt sicher auch Filme, für die es sich mehr lohnt, knapp 100 Minuten aufzuwenden. Also, wie gesagt, nur im Notfall oder aus Interesse ansehen. 5/10 Punkte

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