Ein paar Segler landen auf einer Insel, wo sie augenblicklich von einer Horde Maskierter gefangen genommen werden. Die Insel des Dr. Moreau lässt grüßen, so will es zumindest das imaginäre Textbuch, und schon bald finden sich die drei Ahnungslosen in einem militärischen Lager wieder, in dem neben Militärkleidung besonders Blechmasken angesagt sind, die wie selbstgeschnitzte Kühlergrille für Menschen aussehen. Das gilt auch für Karl the Butcher Jr., dessen Vater und Meister der wilden Horde diese mit sadistischen Spielchen anführt. Treue und Kameradschaft werden da gepredigt und die Feinde augenblicklich hingerichtet, das vergrätzt auf jeden Fall die PC-Gemeinde. Auch der Nazidoktor mit seinen abscheulichen Humanexperimenten darf nicht fehlen, bestens versorgt mit Leichenteilen von dem Hickhack draußen. Die simple Story um die Inselaffen gibt allerlei Anlass zu handfestem Gesplatter, dem eindeutig wichtigsten Kriterium, um sich solch einen Amateurfilm anzusehen. Der Trend für Andreas Schnaas geht, man staune, deutlich Richtung Story, also einem richtigen Spielfilm. Anleihen an diverse Genres wie Eastern und Zombies sind wieder dabei, auffällig sind die wesentlich besser gewordenen SFX im Gegensatz zum Gematsche der beiden Vorgänger. Splatter gibt es reichlich und oftmals liebevoll sowie ausufernd dargestellt, Anleihen an "Hellraiser"-Kettenaction oder schmierige W.I.P-Filme sorgen für diverse Öffnungen und Zerteilungen menschlicher Körper in mannigfaltiger Art. Wen interessieren da noch die darstellerischen Qualitäten, gäbe es denn erwähnenswerte, wenn man den Beteiligten ihre laienhafte Kämpfernummer mit allem albernem Militärgehabe sowieso nie abnimmt. Natürlich ist auch die Synchro, eine pfiffige Mischung aus Dialogen und Offkommentar, hochgradig lächerlich und bei Herrn Schnaas in schmerbauchfreier BH-Rüstung und kurzem Fellhöschen bleibt kein Auge trocken, Berserker goes CSD könnte man meinen. Die brav ausgedachten Witzchen verblassen gegen diesen unfreiwilligen Humor, der neben dem hohen Actionanteil mit viel Brimborium, also Schlachtereien und sogar Explosionen in einem richtigen Finale, das Goreevent in einem unterhaltsamen Rahmen hält. Dieser dritte Teil der Trilogie um den Psychopathen Karl the Butcher und Karl Jr. markiert wohl den Höhepunkt von Andreas Schnaas Schaffen, was die Effizienz angeht, wenn man das Budget in Relation zum filmischen Ergebnis betrachtet.
Fazit: Diverse Blechköppe hauen sich die Fresse samt Kühlergrill platt. Partysplatter mit gewissem Unterhaltungswert. Amateurfans mit Humor ist dieser Teil empfohlen. 5/10 Punkten