Review

Violent Shit 3: Infantry of Doom bewerte ich definitiv in der Kategorie Amateursplatter Made in Germany. Amateursplatterfans kommen an Andreas Schnaas' Film nicht vorbei.
Die Storyline ist natürlich wieder so schlicht geraten, dass sie einen halben Bierdeckel beschriftet. Aber die "Geschichte" ist in Amateursplatterfilmen eh nur sekundär. Der geneigte Fan schaut sich solche "filmischen Ergüsse" nur aus 2 Gründen an:
"Splattereffekte sehen UND Splattereffekte sehen - kapiert?"
Effekte gibt es in diesem geistlos unterhaltsamen 80minüter im Sekundentakt!
Was hier an halbwegs guten und lächerlich schlechten Spezialeffekten geboten wird, überfordert selbst die Hardliner in der Fangroup.
Aber wollen wir uns nichts vormachen, denn zu einem guten Film gehört auch ein wenig erzählerisches Geschick. Hier geht dem Engagement der Filmcrew deutlich die Puste aus.
Während die Ekeleeffekte geschickt "eingebaut" wirken, verlässt die Darsteller gerade bei den Dialogen und actionslosen Szenen die Überzeugungskraft.
Unfreiwilliger Humor und echter Schwarzhumor wechseln sich so schön konsequent ab wie die Verwendung von Videocamsuenen und Super-8-Sequenzen.
Das Arrangement von beiden Filmträgern verleiht dem Film wenigstens einen "gewissen Touch" und ist als Stilmittel in dieser extrem blutigen "Angelegenheit" zu betrachten.

Schnaas und seine zahlreichen Begleiter hatten sichtlich Spaß und tobten sich bei Violent Shit 3: Infantry of Doom so richtig aus.

Ganz klarer Amateurfilm, der trotz technischer und darstellerischer Unzulänglichkeiten unterhalten kann, wenn man in "Stimmung" für so etwas ist.
Ein Partyfilm für Gleichtgesinnte - jedoch weit entfernt von den Grenzen des B-Movie-Sektors.

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