Definitiv der beste und zugleich sensibelste Teil der e-m-s-Serienkillerreihe. Als Splatter- oder spaßiger Unterhaltungsfilm ungeeignet wird der Alltag von Ed Gein bis zum Zeitpunkt seiner Verhaftung beschrieben, wobei soviel Distanz gewahrt wird, dass es a) für den Zuschauer nicht unerträglich wird und b) viele Details ausgespart werden. Dazu mag man stehen, wie man will, ich persönlich empfand diese Zurückhaltung hier als recht angenehm - schließlich gibt es genug andere, um fiktive Elemente angereicherte Filme, die die Lust nach Ekel und Nervenkitzel befriedigen und denen Gein dabei als Inpiration diente. Gleichzeitig schafft Regisseur Chuck Parello zusammen mit seinem überzeugenden Hauptdarsteller Steve Railsback den Charakter Geins differenziert und interessant darzustellen, ohne ein kaltblütiges Monster zu kreieren, den man von der erste Minute an schon auf den elektrischen Stuhl wünscht. Für diesen gelungenen Spagat gebe ich 7 von 10 Punkten.