Review

Nach " Crying Freeman " die zweite Regiearbeit von Christophe Gans und Martial Arts Star Mark Dacascos. Diesmal dreht Gans für die Franzosen, unter dem Produzenten Samuel Hadida. " Der Pakt der Wölfe " ist zweifelsohne einer der besten Film aus Frankreich. Die legen sich allgemein actionmäßig ganz schön ins Zeug, da Hollywood in diesem Genre gerade gar nichts mehr zustande bringt. Wundert mich aber dass der Name Besson hier nirgendwo auftaucht, da er schon ein Markenzeichen für den französischen Film ist und an größeren Produktion sonst immer beteiligt ist.
Story:
Im Jahre 1766 fallen in der Landschaft Gévaudan viele Frauen und Kinder einer unbekannten Bestie zum Opfer. Das Königshaus befiehlt nun den Naturwissenschaftler Fronsac ( Samuel Le Bihan ) und seinen treuen Freund Mani ( Mark Dacascos ) in diese Gegend, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Bald kommt Fronsac dahinter, dass die Bestie keine übermenschlichen Kräfte besitzt, sondern von Menschenhand gelenkt wird. Dies bringt ihn auch in große Gefahr, denn um die Bestie existiert ein ganzer Kult, der den Beiden nun nach dem Leben trachtet.

Sehr aufwendiger Fantasyactioner mit spannender und wendungsreicher Story. Die Atmosphäre wird langsam und unheimlich aufgebaut, nur wird die Bestie selbst zu früh enthüllt. Auch wird der Film im Mittelteil etwas in die Länge gezogen, wobei es mal wieder um die Lovestory geht. Hier hätte sich Gans kürzer fassen müssen, vor allem mit der kleinen Romanze mit Sylvia ( Monica Belucci ), aber der Rest stimmt.
Allein schon die zig verschiedenen Sounds sind eine Wucht. Da hat Joseph Lo Duca ein ganzes Orchester aufgefahren und präsentiert fast nur instrumentale Sounds, welche das Geschehen und vor allem den Spannungsaufbau, immer perfekt untermalen. Dazu die nebelige, düstere und verregnete Kulisse, welche tolle Kamerafahrten bietet. Überhaupt sind die vielen Stilmittel zielsicher eingesetzt und unterstreichen Gans Können. Fast und Slow Motion, sowie schicke Übergänge, oder edle Bilder bekommt der Zuschauer massenhaft zu sehen und so kommt einem die Kulisse sehr authentisch vor. Man fühlt sich fast in diese altmodische und kalte Zeit hineinversetzt. Sogar die Dialoge sind sehr intelligent und erinnern teils schon etwas an Shakespeare. Gans hat teilweise mit der Einführung sehr vieler Charaktere zu kämpfen, so kann er nicht so richtig in die Teife gehen, verleiht aber jeden trotzdem einen eigenen Charakter.
Neben dem grandiosen Spannungsaufbau gibt es einige Actionszenen, welche teils etwas an das Hongkongkino erinnern. Spektakuläre Martial Arts Fights, welche vor allem Dacascos bestreitet, oder es wird mit allen Waffen ( Schwert, Pistole, Pfeil und Bogen usw. ) gekämpft, was es aus dieser Zeit gibt. Selbst Bihan beweist sich in tollen Fights, mit stets perfekter Choreographie und einigen Härten. Daneben gibt es einige Morde der Bestie, oder Versuche Jene zu erlegen. Das Geaamtpaket stimmt auf jeden Fall, abgerundet von tollen Darstellern.
Samuel Le Bihan ist eine sehr gute Wahl für den Part des Fronsac. Seine Art ist sympatisch, witzig und immer glaubhaft. Genauso Mark Dacascos, welche sich nicht nur darstellerisch, sondern vor allem actionmäßig einsetzten darf. Monica Belucci ist zwar sexy anzusehen, nur hätte ich ihr nicht so viel Screentime gegeben. Ein weiterer Höhepunkt ist Vincent Cassel, als fieser Francois. Emilie Dequenne ist auch wirklich niedlich.

Fazit:
Spektakuläre Mischung aus Fantasy und Action mit wendungsreicher Story und fest zugedrehter Spannungsschraube. Toll agierende Darsteller in prächtiger Action und Kulisse. Der Score ist ein wahrer Ohrenschmaus. Nur im Mittelteil fällt die Rasanz mal etwas ab.
Einfach prächtig anzusehen, ein echter Eyecatcher, welcher auch für das breite Publikum zu empfehlen ist.

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