Review

Hier hatte ich mal wieder einen Film, bei dem ich nicht wusste, was ich von ihm halten soll.
Der Film erinnert anfangs an Sleepy Hollow und was die Kampfszenen angeht denkt man gerne an Matrix zurück.

In Anbetracht dessen wäre ja eigentlich unweigerlich klar, dass der Film von der ersten Minute an einen unterhaltsamen Stoff bietet. Zu Schade also, dass der Film
seinen Reiz in dem Moment verliert, sobald die Bestie das erste Mal auf dem Bildschirm zu sehen ist.
Das sich statisch bewegende Ungetüm ( und es ist wahrhaftig ein Ungetüm ) wirkt keineswegs furchteinflößend. Manch einer ist sogar eher dazu geneigt seinen Kopf zu schütteln, da selbst bei älteren Filmen, man denke an Jurassic Park, die Tricks besser ausgearbeitet sind. Streckenweise erinnern die Bewegungen an die ganz
alten Godzilla-Streifen.
Auch die Handlung verliert an Reiz, was an zweierlei Dingen auszumachen ist.
Ersteres wäre die Story ansich, die teilweise Stellen aufweist, die für den Verlauf unwichtig erscheinen, während wichtige Szenen nur im Director's Cut zu
sehen sind.
Der zweite Punkt, der dem Film eine schlechtere Gesamtbewertung verleiht ist das schon fast Grimms-Märchen-Status erreichende Ende.
Scheiße! Was soll das?
Warum muss die, schon halb im Totenreich befindliche, Marianne durch das Inhalieren eines "magischen" Indianerpulvers wieder ins Reich der Lebenden
kommen.
Nein, nein, meine Herren Franzosen dieses Klische-Happy-End haben wir schon zur Genüge gesehen. So etwas mag vieleicht in einem Kinderfilm das zu erwartende
Ende der Geschichte sein, wo die zwei Turteltauben auf einem schönen Schiff dem Sonnenuntergang entgegensegeln aber nicht in einem Fantasy-Grusel Film.
Das Ende der anderen Hauptcharaktere ist jedenfalls gut in Szene gesetzt, auch wenn das Finale Zusammentreffen zwischen Gut und Böse auch wieder zu schnell
gemacht wurde. In diesem Punkt hätte mehr Zeit investiert werden müssen um die Feinheiten herauszubilden.

Die Schauspieler passen sich dem Film in Sachen Überzeugung mit erschreckender Genauigkeit an. Denn ebenso verpeilt wie einige Szenen wirken kommen auch die
schauspielerischen Leistungen über weite Strecken des Streifens rüber.

Einen einsamen Höhepunkt im Film stellen die kämpferischen Einlagen dar, die
schon regelrecht an HK-Martial-Arts Filme erinnern. Verfeinert wird das Dargebotene durch gekonnt eingesetzte Kameraführung und Zeitlupeaufnahmen.

Insgesamt hat mich der Film leider wenig angesprochen. Es muss jedoch noch hinzugefügt werden, dass ich ohne jegliche Vorkenntnisse an den Film gegangen bin und meine Erwartungen folglich zu Unrecht zu hoch waren.

Details
Ähnliche Filme