Frankreich, 20 Jahre vor der Französischen Revolution. Viele Leute erzählen sich fürchterliche Geschichten über eine Bestie, die schon sehr viele Leute auf dem Gewissen hat. Vor allem Frauen und Kinder zählen zu den Opfern. Die meisten jedoch halten dies für ein Schauermärchen, für eine Legende. Doch der König ist besorgt und beauftragt den Naturkundler Gregoire de Fransac und seinen Getreuen Mani. Die zwei beginnen alsbald mit den Ermittlungen über die Geschehnisse. Bald finden sie immer mehr Leute, die sehr geheimnisvoll sind. Den zwei schwant Böses. Könnte es sein, dass es so was wie eine Geheime Gesellschaft gibt?
Es ist schon erstaunlich, das es immer wieder die Franzosen sind, die in Bereichen Action/Horror/Fantasy Akzente setzen können und oft sogar besser sind als die sonst übermächtige Konkurrenz auf der anderen Seite des Atlantiks. Filme wie die purpurnen Flüsse, Vidocq oder eben Pakt der Wölfe hätten beispielsweise null Chancen in Deutschland das Licht der Welt zu erblicken, schade eigentlich. Offensichtlich stimmten auch die finanziellen Rahmenbedingungen, denn hinsichtlich der tollen Optik, den vielen Kostümen des 18. Jahrhunderts und auch den schön dekorierten Sets ist wirklich alles sehr stimmig arrangiert, was auch für die orchestrale Musik gilt.
Das opulente Opus findet dabei in der tiefsten Provinz statt. Seit 1764 wütet in den Wäldern eine Bestie, die permanent die örtliche Bevölkerung dezimiert. Neben dem ersten Kill beeindruckt dann der Auftritt der zwei vermummten Reiter im strömenden Regen, die einen alten Zausel nebst Tochter vor einem Mob retten. Das sieht alles absolut toll gemacht und stimmungsvoll aus. Ich bin mir zwar immer noch nicht ganz sicher, was ich dabei und später von den Martial Arts Einlagen halten soll, denn diese passen jetzt irgendwie gar nicht ins Genre, auch wenn sie von Mark Dacascos toll zelebriert werden.
In der weit über zwei Stunden dauernden Treibjagd sind allerdings auch einige Längen anzutreffen. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wofür wir die Rolle von Monica Belluci brauchen sollten, außer als Love Interest und einigen schmalzigen Dialogen hätte man die Rolle gerne wieder aus dem Script schreiben können. Das hätte die Handlung gestrafft und das Tempo deutlich höher gehalten, aber irgendein Geschmachte muß man wohl auch im Land der Baguetteproduktion in wirklich jedem Film einbauen, ob es nun paßt oder nicht.
Dafür sorgt aber das Monster für allerlei Kurzweil und einige Härte in der Handlung. Die CGI Bewegungen wirken zwar ziemlich unnatürlich, aber insgesamt sieht der Riesenhund mit seinen Zacken auf dem Rücken passen bedrohlich aus. Ebenso düster und melancholisch ist generell die Atmosphäre, wenn man dem prunkenen Hof verläßt, und in die dunklen, verschneiten Wälder auf die Jagd geht. So kommen Fronzac und Mani immer weiter hinter das Geheimnis des ganzen Spuks. Das Monster hat menschliche Hintermänner und die Frage wer und warum baut zusätzlich nochmal kriminalistische Spannung ein.
Christoph Gans wandelt da wirklich gelegentlich am Rande der Perfektion entlang, wenn er nicht ebenso oft den filmischen Ausschweifungen innerhalb der Story frönen würde. Trotzdem Daumen hoch.
8/10