Review

John Boorman, der mit dem Kultfilm "Deliverance" in den 70ern
berühmt wurde und mit "Excalibur" einen der besten Fantasyfilme
der 80er Jahre ablieferte, gehört zu den visuell überwältigendsten
Regisseuren unserer Zeit. Die Stimmung und Atmosphäre seiner
Filme entstehen durch eindrucksvolle Bildkompostionen, durch
die man sich sehr nahe am Geschehen fühlt und die Dramatik
auf eine hohe Intensität setzt.

"Rangoon" ist ein emotionales und spannendes Abenteuer-
drama, das vor dem Hintergrund des Burma-Krieges spielt und
zur Entstehungszeit leider auch realistisch war.

Eine junge Ärztin, überzeugend und sehr gut von Patricia Arquette
gespielt, begibt sich nach der Ermordung ihres Mannes und des
Kindes auf eine Asienreise um die schrecklichen Ereignisse
hinter sich zu lassen und ihren inneren Frieden wiederzufinden.
Ein abhanden gekommener Reisepass zwingt sie vor der
geplanten Abreise zu einem längeren Aufenthalt in Rangoon
und sie entschliesst sich deshalb zu einer Besichtigungstour,
kommt aber aufgrund der Unruhen in unmittelbare Gefahr
und gerät zwischen den Konflikt der demokratischen Partei
und dem Militärregime.

Mit wunderbaren Landschaftsbildern und einer durchwegs
dramatischen Inszenierung wird man in ein aufregendes
Abenteuer geworfen, begleitet von einem stimmungsvollen
und sehr passenden Score von Hans Zimmer.

Insgesamt ein sehr dramatischer und auch actionreicher
Film mit einer glaubwürdigen Thematik, guten Schauspielern,
visuell hochklassig und in dieser Hinsicht besonders
sehenswert.

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