Story:
Ein Doktor hat einen Zusammenprall mit einem Gefangenentransport. Die Gefangenen können sich befreien und da einer von ihnen schwer verletzt ist, wird der Doktor kurzerhand zu dessen Versorgung mitgenommen. Auf der Flucht durch einen Wald stoßen sie auf eine Hütte, in dem sich das unvorstellbare Grauen befindet und sich das Schicksal des Doktors entscheidet.
Kritik:
"Chain Reaction" ist von der Story her bestimmt nicht oscarverdächtig, aber im Gegensatz zu anderen Ittenbach-Filmen durchaus ausgefeilter. Leider wird sie durch Pseudomystik getrübt und ein geradliniger Vampir-/Gangsterschocker ohne große Erklärungen wäre für diese Art Film wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen. So wirkt das Ganze stellenweise stark aufgesetzt. Logiklöcher in der Story tragen ihr übriges bei.
Die Schauspieler reichen von ihrer Bandbreite her von sehr schlecht bis gut. Sehr schlecht ist hier vor allem der Anführer der Vampire und Olaf Ittenbachs Ehefrau Martina Ittenbach, die hier die Alice spielt. Immer der gleiche Gesichtsausdruck egal in welcher Szene und eine Tränenszene, die einen in keinster Weise berührt, da kann man sich auch Steven Seagal anschauen. Solide hingegen spielen sämtliche Gefangenen und Jürgen Prochnow als Polizeichef ist leider zu kurz zu sehen, um ihm eine wirklich gute Leistung zu attestieren.Positiv sticht hier wirklich Christopher Kriesa heraus, der den Doktor spielt. Dieser liefert durchweg eine gelungene schauspielerische Leistung ab.
Auch der Score ist sehr gelungen und trägt durch Streicher in manchen Szenen sehr zur Stimmung bei.
Doch das Ganze ist bei einem Ittenbach natürlich vollkommen nebensächlich. Was einen wirklich interessiert ist natürlich, wie oft, wieviel und wie realistisch das Blut fließt. Hier macht der Film wieder einmal alles richtig: Köpfe werden zu Matsch gehauen, Gliedmaßen abgetrennt, ein Hoden muss dran glauben und dazu spritzt das Blut literweise. Das alles sieht dann auch noch realistisch aus und macht diesen Splatterfilm aus dieser Sicht auch absolut gelungen.
Regietechnisch ist das ganze auch auf gutem Niveau, jedoch fühlt man sich stellenweise doch sehr stark an "From Dusk Till Dawn" erinnert.
Bei weitem nicht Ittenbachs brutalster Splatterfilm der im Vergleich auch weniger explizite Szenen bietet wird Fans vielleicht etwas enttäuschen, aber die Schauspieler und die Story, die sich über dem Niveau seiner anderen Werke befinden machen den Film dennoch sehenswert.
Fazit:
Guter Splatterfilm mit tollen Effekten, jedoch durchschnittlicher Story und Schauspielern.
7/10