Review

Fast vielversprechend beginnt dieser kleine Slasher vom Nobody Ken Meyer. Der Killer schneidet die Kehle einer jungen Frau recht plakativ durch und rudert mit der Leiche in nächtlicher Atmosphäre auf einen See hinaus. Doch das war dann auch schon das Highlight. Die Story ist bestechend simpel: Leslie hat Ärger mit ihrem Freund, der sie terrorisiert, ihre Freundin Jenna nimmt sie mit zu einem Sommerurlaub an den Tenkiller Lake. Dieser verdankt seinen Namen angeblich einem indianischen Mädchen, dass dort seine Opfer versenkte, aha. Scheinbar Leslies (Ex-) Freund Josh entkommen, verschlägt es die beiden ausgerechnet an den See, wo in dem Jahr bereits eine Reihe ermordeter Frauen gefunden wurde. Daraus lässt sich nur leidlich eine vernünftige Story zaubern und so zieht sich der ganze Film wie ein Kaugummi in die Länge, wenn die beiden baden gehen, redundantes Zeug reden, Boot fahren, noch mal schwimmen gehen und noch mehr belanglose Gespräche führen. Der Killer wird schon sehr früh preisgegeben, das ist immerhin sehr löblich um nichts zu verpassen, wenn man bei dieser öden Inszenierung nach einem Drittel bereits einpennt. Mit Spannung hat das infolge dessen nichts zu tun, auch der potentiell gewalttätige Josh, der denn immer wieder als Bedrohung herhalten muss (obwohl der Zuschauer von vornherein den heißbegehrten Lokalmatador als Slasher zu sehen bekommt) reißt nichts heraus. Wozu das träge Treiben denn nun gut sein soll, klärt sich bis zum Ende nicht, denn die erwartete Überraschung bleibt aus. Es ist alles genau so witzlos, wie es gezeigt wird, kein Clou, kein Twist, nix bis es zu einem klitzekleinen Finale kommt, bei dem die Hauptakteure stümperhaft aus einem Ruderboot fallen, was eine Frechheit. Bis dahin muss der Zuschauer jede Menge Belanglosigkeiten in Wort und Bild einstecken, dass es schon weh tut, vorgetragen von der Hand voll B-Darstellern ist einem auch schnell egal, wer als nächster dran ist. Als abgespecktes Jason-Plagiat geht "Terror At Tenkiller" auch nicht durch, zu sehr plätschert dieser Schund vor sich her, nicht einmal die Morde sind in ihrer Darstellung attraktiv umgesetzt. Als typisch den Film wiedergebende Szene ist wohl eine Badeszene sehr anschaulich, bei der Jenna aufgrund einsetzenden Regens panisch das Wasser verlässt, da sie sonst nass wird (?!?). Das Gefühl verschaukelt zu werden, gibt es nicht nur einmal, sinnentleertes Unvermögen trifft auf eine miese Kamera, die noch nicht einmal die Landschaft adäquat einfangen kann.

Fazit: Von Terror keine Spur, dafür gähnend langweiliger Slasherversuch, der den meisten Beteiligten ganz schön peinlich sein dürfte. 2/10 Punkten

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