Und wieder ein Slasher der Marke "unbrauchbar". Massenhaft Schlitzer sprossen aus der Erde, als mit "Halloween", damals im Jahre 1978, das Slasher-Fieber so richtig begann. Viele dieser Filme waren allerdings nur für eine eingefleischte Fan-Gemeinde geeignet, da vielen die simple Strickkunst dieser Streifen, schon bald auf die Nerven ging. Und so manch einer dieser Filme, mochte noch nicht mal bei den abgebrühtesten Fans Anklang finden. Ich persönlich würde mich definitiv als einen dieser Fans bezeichnen, doch was man einem hier mit "Terror at Tenkiller" vorsetzt hat, ist nicht nur simpel und dumm, sondern auch zutiefst langweilig.
Auf die Story will ich dabei gar nicht erst wirklich eingehen, denn sie ist im Gesamten eigentlich noch billiger gestaltet worden, als bei vielen Genre-Kollegen. Es geht im Grunde um zwei Freundinnen, die zusammen am berüchtigten Tenkiller-See Urlaub machen wollen, bis ein Psychopath anfängt dort sein Unwesen zu treiben. Mehr gibt es zur Story nicht zu wissen, auser das sie höllisch unlogisch ist, von Plotholes nur so überfüllt ist und keinerlei Innovationen besitzt.
Doch aus einer schlechten Story kann man durchaus noch etwas Brauchbares machen, wie es so manch ein Film von damals schon bewiesen hat. Doch der Tenkiller-Streifen überzeugt maximal am Anfang. Die ersten Minuten lassen noch durchaus auf ein atmosphärisches Treiben hoffen, doch schon bald muss man leider merken, dass dem nicht so ist. Die Handlung zieht sich, wie ein viel zu durchgekauter Kaugummi, in die Länge und will nicht so recht vom Fleck kommen. Zudem gehen einem die Figuren allesamt vollkommen am Allerwertesten vorbei und besitzen nicht einmal 1% Tiefgang oder Sympathie. Dazu ist die Dunkelheit das Einzige, was ab und an ein klein wenig an der Atmosphäre-Schraube drehen kann, ohne wirklichen Erfolg zu haben. Im Grunde ist der Streifen wirklich von Anfang bis Ende nur langweilig.
Wer jetzt hofft, dass man es wenigstens noch mit einem Ratespiel um die Frage "Wer ist der Täter?" zu tun bekommt, der sei hiermit ebenfalls enttäuscht. Denn wer der Täter ist erfährt der Zuschauer schon ganz ungeniert zu Anfang des Films. Es werden leider keinerlei Anzeichen gemacht, um die Identität des Killers wenigstens etwas zu verschleiern, alles aber auch wirklich alles ist schon von der ersten Minute an klar.
Dazu gibt es dann noch einige Gore-Szenen der Marke oberpeinlich, die zudem relativ harmlos ausgefallen sind und heutzutage mühelos eine KJ-Freigabe drin hätten, wenn nicht sogar FSK 16. Die Beschlagnahmung des Streifens ist jedenfalls nicht nur völlig übertrieben, sondern total lächerlich!
Am meisten schmerzt allerdings das Fehlen bzw. das vollkommen falsche Einsetzen des Scores. Wenn es darum geht Spannung aufzubauen, versagt der Streifen kläglich, da in allen Mordszenen auf einen spannungsfördernden Score verzichtet wurde. Dafür gibt es einiges gar grässliches Geklimper, wenn der Täter (denn man ja, wie schon erwähnt, bereits von Anfang an kennt) ins Bild tritt. Total lächerlich und völlig ohne Wirkung. Allenfalls die Song-Auswahl des Streifens kann ein wenig gefallen.
Als krönenden Abschluss, eines wirklich schlechten Slasher-Filmes, kommen dann noch die grausigen Darstellerleistungen hinzu, die dieses Mal wirklich unter aller Kanone sind und selbst im Genre noch als Bodensatz zu bezeichnen sind. Stümperhaft ist da noch freundlich ausgedrückt, wenn die, zugegeben recht attraktiven, Darstellerinnen durchs Bild hüpfen. Da sind die Leistungen eines jeden Friday-Darsteller deutlich besser und das soll schon was heißen!
Fazit: Gähnend langweiliges Filmchen aus den Tiefen der Slasher-Movies, das dieses mal wirklich in absolut keinen Punkt überzeugen kann. Hat der Zuschauer in Sachen Story sicher nichts Besseres erwartet, so hätte man ihm wenigstens durch eine ausgeklügelte Atmosphäre, knackigen Mordszenen und einigen guten Spannungsmomenten doch noch einiges bieten können. Hat man aber nicht, dafür gibt es gähnende Langeweile, eine total verhunzte Inszenierung und Darsteller der Marke oberpeinlich. Nur die nette Song-Auswahl und einige kleinere Atmosphäre-Blitze hier und da, können "Terror at Tenkiller" vor dem absoluten Tiefpunkt im Genre-Einheitsbrei retten. Ansonsten eigentlich nicht einmal für Komplettisten einen Blick wert!
Wertung: 3/10 Punkte