Die zwei Freundinnen Leslie und Jana fahren zwecks Urlaub zu Janas Hütte am idyllischen Lake Tenkiller. Mit der Erholung ist es aber nicht weit her, da dauernd Leslies Prolo-Freund Josh anruft und rumnervt. Zu allem Übel muss dann natürlich auch noch ein Killer umgehen...
Es bleibt zu hoffen, dass jener Richter, der das völlig schwachsinnige Verbotsurteil gegen "Terror at Tenkiller" aussprach, inzwischen pensioniert ist. Ohne die Beschlagnahmung könnte der Streifen heute locker im Nachtprogramm von Kabel1 laufen ohne dass es jemanden groß auffiele, denn hier fehlt es nicht nur an Gore; er zeichnet sich noch nicht mal durch jene Sleazo/Schmuddel-Atmossphäre aus, die die meisten Titel auf der bösen Liste verbindet. Nun ja, mal unabhängig von Verbot betrachtet: zunächst fällt auf, dass das ganze wohl ein Family-Thing ist, denn neben Regisseur Ken Meyer findet man in der Cast/Crew-Liste im Vorspann noch diverse weitere Meyers. Das lässt auf ein recht niedriges Budget schließen, aber dafür sind Darsteller und Inszenierung eigentlich schon oscarverdächtig. Nur kann man sich nicht unbedingt darüber freuen, denn "Terror at Tenkiller" ist ein recht seltsames und unspektakuläres Filmchen. Die Entwicklung Leslies vom schüchternen Mädchen zur selbstbewussten Frau steht hier ganz klar im Mittelpunkt; dass da ein gemeingefährlicher Killer (der ist übrigens wirklich bescheuert, denn er killt einfach jeden, ohne einen Grund) um die Hütte rumschleicht, ist eigentlich nur Nebensache. Somit kommt höchstens mal in den letzten 10 Minuten ein wenig Spannung auf. Was soll man also mit "Terror at Tenkiller" anfangen? Für einen Thriller zu träge, für einen Slasher zu blutleer und für ein ernsthaftes Drama zu simpel. Nur die schön naturbelasteten Sets und der hörenswerte Soundtrack gestalten den Streifen noch einigermaßen erträglich, aber das dürfte für den geneigten Horrorfan wohl noch wenig sein, weshalb er sich leider mal nur wieder zur Komplettierung der Sammlung eignet.