Der erste Teil der voneinander unabhängigen „Tiger Cage“ Reihe von Actionprofi Yuen Woo Ping, war damals auch gleichzeitig der Durchbruch für Donnie Yen. Aber vor allem ist es einer der Filme, wo für man damals das HK Kino geliebt hat. Schon die überaus spektakulären ersten 10 Minuten bietet Balleraction (mit guten Sounds der Kanonen wie man es bisher nur aus US Filmen kannte) vom feinsten. Sicherlich arg übertrieben, denn so viele Kugeln wie da verbraten werden ist gibt es ja kaum, aber so muss Action aussehen. Was bereits hier an Stunts und Action bei der Verfolgung geboten wird, schaffen andere Filme nicht in 90 Minuten unterzubringen. Wuchtig, schnell und hart ist das Motto. So wird der Streifen auch weiter geführt. Der entkommene Gangster will sich Rächen und dabei vermischt sich der Fall noch mit korrupten Bullen. Dabei ist die Story solide genug um neben der Action zu bestehen. Aber natürlich steht die Geschichte nicht im Vordergrund. Wenn man geile Hong Kong Action sehen will ist man hier richtig. Vor allem werden keine Kompromisse gemacht. Etliche Akteure werden niedergemacht und für die Hauptpersonen schnürt sich das Komplott immer enger zusammen. Dabei wechseln sich die teilweise furiosen Martial Arts Kämpfe(Highlight sicherlich als Donnie Yen am Strand kämpft) mit vielen blutigen Shoot Outs ab. Wie gesagt ist das alles unerbittlich. Kopfschüsse, Blutspritzende Körpertreffer, Knochenbrüche und Stunts, wo einem beim zu sehen schon alles weh tut, durchziehen den gesamten Film und machen ihn zu einer kleinen Perle des Actionkinos.
Mit Simon Yam („Wake Of Death“, „Fulltime Killer“), Jacky Cheung („Bullet In The Head“, „Wicked City”), Donnie Yen (“Seven Swords”, “Tiger Cage 2”) und Carol Cheng (“Tiger Cage 2”; die mir aber als Actionheldin nicht so zu sagt) sowie den “US Importen” Michael Woods und Vincent Lyn ist das Movie auch noch ziemlich prominent besetzt wurden und passt zur elektrisierenden Regie Yuen Woo Ping´s. Wenn man seine Filme kennt, ist es wirklich schade dass der Meister sich in den letzten Jahren nur noch auf reine Kampfchoreographie konzentriert hat. Aber zumindest wurden durch seine Arbeit etliche Filme anderer Regisseure erheblich veredelt.
Fazit:
Actionkino vom Feinsten aus HK. Durch solche Streifen ist dieses bekannt geworden und es ist inzwischen traurig, dass solche Filme nicht mehr entstehen. Was hier an Martial Arts und Feuergefechten sowie furiosen Stunts geboten wird, lässt den Actionfreund mit der Zunge schnalzen. Aber noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben und blicke gespannt auf „SPL“ mit Donnie Yen, Simon Yam und Sammo Hung. Drücken wir die Daumen, mal wieder knallharte HK Action zu bekommen, wie es hier bei der „Tiger Cage“ Reihe fröhlich zelebriert wurde.