Review

Army-Stützpunkt Fort Baxter: Master Sergeant Ernest Bilko geht so ziemlich allem nach, aber bestimmt nicht seiner eigentlichen Aufgabe: Der Leitung des Motor-Pools (Instandsetzung).
Viel mehr betreibt er alle Formen des Glückspiels, tatkräftig unterstützt von den ihm unterstellten Soldaten. Colonel Hall, Leiter von Fort Baxter, ist eine ziemliche Lusche und so kann Bilko ungefährdet sein Spiel treiben, bis eines Tages sein Erzfeind auftaucht: Major Thorn, der noch eine Rechung mit Bilko offen hat...

Dünne Story, rasanter Ablauf, Gags im Sekundentakt:
Fast könnte man meinen, der Film sei in den seligen 80ern gedreht.
Glücklicherweise verfällt der Film nicht in den sonst so üblichen Fäkalhumor oder extrem flachen Slapstick, sondern bietet einfach nur Steve-Martin-typische Unterhaltung. So ziemlich jeder Dialog sitzt, die Timings sind perfekt. Natürlich darf man keine allzu hohen Ansprüche stellen oder gar Tiefgang erwarten. Aber das will der Film auch gar nicht bieten.
Egal ob da ein Pferd in der Werkstatt an der Decke hängt, der Ersatzeilbestand nicht stimmt oder Bilko zu spät zur eigenen Hochzeit kommt: Er hat auf alles die passende Antwort.
Und die sind meistens so haarsträubend, daß man als Zuschauer Bilko einfach nur lieb haben muss.

Es ist Steve Martin's Performance, der manchmal an einen Zappelphillipp erinnert, von der der Film lebt. Und auch die unsägliche, aber irgendwie charmante Dämlichkeit von Colonel Hall (Dan Aykroyd) und der zum ewigen Zweiten verdammte Major Thorn (Phil Hartman als Fiesling vom Dienst) sind die Zutaten, die diesen Film zu einer guten Feierabend-Unterhaltung machen.
Und durch das hohe Tempo kann man geflissentlich über die ein oder andere Schwäche locker hinwegsehen.

Bei der Synchro leisten die deutschen Sprecher wieder mal hervorragende Arbeit: Norbert Gescher (Steve Martin) passt sich voll dem Niveau des Schauspielers an, Till Hagen (Phil Hartman) ist herrlich aggressiv und Thomas Danneberg (Dan Aykroyd)  sowieso über jeden Zweifel erhaben.

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