Review

Yosthana (Atsadawut Luengsuntorn) ist ein ganz toller Spezialpolizist. Er soll in ein Gefängnis eingeschleust werden, in dem Kaoyot (Pongpat Wachirabunjong), ein Rebellenführer aus dem kleinen Land Wieng Tai, einsitzt. Bei der Überführung dorthin geht einiges schief und der Rebellenführer wird von illustren Gestalten mit teilweise magischen Fähigkeiten befreit. Yosthana hat nun einige Arbeit vor sich und muss dabei auch Intrigen auf der eigenen Seite aufdecken. Kann er mit der Hilfe eines sagenumwobenen Schwertes die Verbrecher dingfest machen?

Wenn man den Film startet, begrüßt einen erstmal eine wirklich exzellent gestaltete Actionszene, in der der Superbulle erst ein Mädel nagelt und dann dabei von gefährlichen Knilchen überrascht wird. Ein ansehnliches Geballere mit ordentlich Zeitlupe und guten Ideen ist die Folge. Leider bildet dieser gelunge Auftakt schon den Höhepunkt des gesamten Films, denn über dieses Niveau kommt "The Tiger Blade"nicht mehr hinaus. Wenn der gesamte Streifen durchgehend so aufgezogen wäre, hätte Thailand endlich mal wieder ein richtiges Highlight zu bieten gehabt.

Einzige Szene, die mir ansonsten noch gut gefallen hat, war die überzeichnete Party bei Yosthana, bei der viele Schönheiten munter Spaß haben. Doch ansonsten ist der Humor des Films von einzelnen Albernheiten bestimmt; der Protagonist mit seinem leicht chauvinistischen Gehabe ist sehr uninspiriert und platt. Darüber hinaus reiht er sich prima in eine Reihe von schlecht gespielten Figuren ein. Mag ja sein, dass der Typ dem thailändische Schönheitsideal nachempfunden ist, aber ein glaubhafter Actionheld braucht wahrhaftig keine weißen Zähne, ein dämliches Grinsen oder ein Unvermögen im Aussprechen sinnloser Dialogzeilen. Je ernster die Figuren, desto überzeugender sind die Darsteller, doch wirklich toll ist niemand.

Es gibt durchaus ansehnliche Actionsequenzen zu bewundern, auch nach dem Anfang. Wohl einer der Gründe, warum der Film kein Totalausfall ist. Auch die Geschichte ist grundsolide, aber haarsträubend präsentiert, so dass man als Zuschauer doch schnell mal den Faden verliert. Der Fokus bleibt nicht ausreichend auf dem Hauptplot, zu häufig lenken einen unnötige Details ab. Wer sich nicht den Covertext durchließt, peilt praktisch erstmal gar nichts.

Visuell ist eigentlich nicht wirklich alles daneben. Bei weitem keine Spitzenklasse, aber grundsolide und stark inspiriert bei westlichen Werken. Dazu gesellt sich noch ein nichtssagender Score, der glücklicherweise nicht unterdurchschnitllich ausfällt.

Also: Etwas alberner Humor, grundsolide Action, schlechte Darsteller und ein schwerer Einstieg in die Story bilden einen weiteren, doch etwas misslungenen thailändischen Film. "Ong Bak" gefällt mir um einiges besser.

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