Die Leichenbestatterin Leslie zieht nach dem Tod ihres Vaters in ein neues Heim, da sie eine neue Stelle hat. Im Schlepptau befinden sich auch ihre kleine Tochter und ihr Jugendlicher Sohn. Dieser fängt in einem Kaffee eine Stelle an und hört Geschichten von Bobby Fowler, der seit Jahren verschwunden ist und auf dem Friedhof sein Unwesen Treiben soll. Zu blöd dass Leslie genau ins Haus beim Friedhof gezogen ist.
Mortuary ist mal wieder ein Beweis dafür, das Tobe Hoopers beste Tage eindeutig schon hinter ihm liegen. Hat er früher beid en TCM´s noch mit Blut und Eingeweiden um sich geworfen, firmiert dieser Film eh schon unter 16er Freigabe und wirklich von Härten oder Horror kann hier kaum die Rede sein. Das ganze wirkt eher wie ein handelsüblicher haunted House Grusler, den man mit etwas gutem Willen auch ab 12 hätte losschicken können.
Am besten ist eigentlich noch der Anfang, als die Familie in der Bruchbude ankommt (auch wenn es etwas verwundert das ein Bestatter gleichzeitig Wohn- und Arbeitsplatz unter einem Dach hat und dann sogar noch die Kinder drin großzieht, da können doch nur Psychopathen bei rauskommen). Hier kommt sogar gelegentlich so etwas wie unheimelige Atmosphäre auf, auch wenn das Tempo alles andere als herzanfallfördernd ist.
Bestenfalls durchschnittlich sind auch die darstellerischen Leistungen. Denise Crosby aus Star Trek TNG wird auch nicht mehr jünger und doll geschaupielert hat sie auch noch nie. Der Rest besteht dann mal wieder aus den typischen Teenagerbolzen, die zwischen flirten und Grabsteine anpinkeln auch nichts gescheites zu tun haben. Richtig gelungen ist jedenfalls keiner der Charaktere.
Am Ende bleibt ein lahmes Teil mit schwachen Effekten über, mit sich Hooper nicht wirklich einen Gefallen getan hat. Für Horrorallesschauer (wie mich) nur bedingt empfehlenswert, alle anderen werden mit dem Film nicht viel anfangen können. Da greif ich doch lieber wieder zu TCM.
3/10