500 n. Ch. , Beowulf , der Held aus dem Land der Geaten, kommt mit seinen Kriegern nach Dänemark um König Hrothgar im Kampf gegen ein mordlüsternes Ungeheuer beizustehen und dessen Treiben ein für alle mal zu beenden. Doch auf was Beowulf trifft ist nicht das pure Böse ....
Beowulf & Grendel ist die wohl puristischste aller drei bisherigen großen Verfilmungen der alten dänischen Legende. Ohne das Pseudohippe Getue des Christopher Lambert Fiaskos und ohne die Computerspielähnlichen CGI Orgien wie in Legende von Beowulf. Bei dieser Variante des Themas wurde der Computer sogar komplett ausgeschaltet gelassen. Hinzu kommen sehr gute Schauspieler, bei denen besonders Stellan Skarsgard als teils versoffener, teils verzweifelter König Hrothgar hervorragd, während Gerald Butler etwas blaß bleibt. Stellenweise erinnert das ganze Treiben zwar an den Film der 13. Krieger, jedoch gelingt es besonders bei der Figur des Grendel der altbekannten Geschichte doch den ein oder anderen neuen Aspekt abzugewinnen. Hier ist er ein, mehr oder weniger, normales Wesen, das lediglich den Tod seines Vaters rächen will und alle anderen in Ruhe läßt, also nicht von Grund aus Böse ist. Garniert wird das ganze von der prächtigen Landschaft, für die Island als Drehort herhielt, und guter Soundunterstützung. Leider ist die Action etwas zu kurz gekommen, es gibt kaum Kämpfe, dafür um so mehr Dialoge, was aber vermutlich dem eher geringen Budget zugrunde lag
Trotzdem ist Beowul & Grendel meiner Meinung nach der Klassenprimus der bisherigen Verfilmungen. Es gibt aber noch eine Menge Luft nach oben, falls sich nochmal jemand der Geschichte annimmt.
7/10