Der vom Tode faszinierte Harold und die alternde Holocaust-Überlebende Maude sind wohl das einzigartigste Liebespaar der Filmgeschichte - fast 65 Lebensjahr trennen die beiden. Aber getreu Cat Stevens, der auf dem Soundtrack „You can do what you want” trällert, ist das kein Hindernis für eine herrlich schwarzhumorige Liebelei, die schnell zum Kultobjekt der frühen Siebziger wurde. Schräg sind die ständig missglückenden Selbstmordversuch Harolds, die von seiner Mutter nur noch mit einer ungerührten Einladung zum Tee – wenn er mit dem fertig ist – abgetan werden. Und gänzlich im Kontrast hierzu die Achtzigjährige Maude, die vor Lebenslust nur so zu sprühen scheint. Es prallen verschiedene „Weltansichten“ aufeinander, die der Zuschauer mit einem Platz in seinem Herz zu würdigen weiß. Wer die Liebe jedoch als „pervers“ ansieht, hat wirklich keine Ahnung was wahre Gefühle sind und sollte lieber einen großen Bogen um den Film machen – auch wenn er/sie so einen herrlich zeitlosen Film verpassen wird...