Review

Ein junger Farmerssohn mit jungenhaftem Pfadfindergesicht kommt in den Wilden Westen von Jesse James, rettet eine junge Frau vor der Prostitution, wird mit ihr von einem irren Richter verheiratet und alles läuft auf das wohl schockierendste Ende in der Westerngeschichte hinaus. Regisseur Budd Boetticher wollte mit diesem Film seinem alten Freund Audie Murphy helfen, der in Las Vegas Geldsorgen hatte. Es sollte der letzte Spielfilm Boettichers sein, der in den 50ern mit einer Reihe von Western um Randolph Scott große Erfolge feierte. Ich liebe A TIME FOR DYING, wegen seiner rätselhaften Charaktere, der naiven Hauptfigur, die wie ein Parsifal daherkommt, der Landschaft und der grandiosen Schlussszene, die andeutet, dass alles auf alle Ewigkeit so weitergehen wird. Schon in der ersten Einstellung mit dem Hasen und der Schlange wird allegorisch das Thema gesetzt, welches den Film beherrschen wird. Ein sehr ungewöhnlicher Film, dessen Regisseur alle Genrekonventionen egal sind.

Details
Ähnliche Filme