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Ein ungewöhnlicher Stoff für Stuart Gordon: der Versuch eines Dramas, das Einsamkeit, Isolation, Abgestumpftheit und soziale Inkompetenz in unserer modernen Gesellschaft thematisieren will. Der Film wäre ja ach so gerne aufwühlend. Leider ist EDMOND über weite Strecken dann doch recht simpel gestrickt und so kennt die Titelfigur auch nur den plattesten Weg zur Betäubung des inneren Leids - und der heißt: Sex. So verliert sich der Film in ewig langen Streifzügen durchs Rotlichtviertel und versackt ständig in breit getretenen Feilschereien um Geld, das die Prostituierten natürlich bar auf die Kralle wollen. Be- und anerkannte Schauspielerinnen wie Denise Richards, Bai Ling und Julia Stiles werden hier glatt verheizt. William H. Macy ist als kauziger Einzelgänger Edmond auf seiner Odyssee auch nicht gerade glaubwürdig. Hinzu kommen absurde Dialoge. Nichts ist hier auch nur ansatzweise realistisch, alles wirkt konstruiert.

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