Die Kleinstadt Gatlin vor drei Jahren: Angeführt vom Prediger Isaac töten die Kinder der Gegend alle Erwachsenen. Ein junges Pärchen auf der Durchreise streift die damaligen Geschehnisse, als ihnen ein Ausreißer der Kinderkommune vor das Auto läuft. In Gatlin selbst regiert Isaac mit seinem skrupellosen Handlanger Malachai, die mit ihrem Kult im Mais und "dem, der hinter den Reihen geht" die autonom lebenden Minderjährigen zum religiösen Wahn bis hin zu Morden aufstacheln. Rebellisch verhalten sich lediglich die Geschwister Tobi und Sarah, die das zweite Gesicht besitzt. Die Romanvorlage von Stephen King schildert die Verselbstständigung von Macht und Gewalt unter dem Deckmantel von Gesetzen und Autorität, was entfernt an "Herr der Fliegen" erinnert. In dieser Verfilmung können neben Peter Horton als Burt und Linda Hamilton als Vicky gerade die teils sehr jungen Darsteller der Sekte überzeugen. Ebenfalls sehen lassen können sich die übersinnlichen Effekte wie heranrollende Wolkenwände oder unheimliche Maisfelder, die sich bewegen. Die Indizierung hierzulande geht wohl kaum auf grafische Gewaltdarstellungen zurück, da schwenkt die Kamera doch oftmals weg und überlässt viel der Fantasie des Betrachters. So arg schlimm ist es mit den Killerkindern eigentlich nicht, sondern solide Horrorunterhaltung. Die vielen, vielen Fortsetzungen dagegen sind im Schnitt noch besser, als manch andere Endlosserie, richtig wichtig allerdings auch nicht. schließlich beginnt sie mit diesem mittelmäßigen Film, der einen nur staunen lässt, warum diverse Kino- und Videosequels folgten. Einerseits gibt es sicher noch Schlechteres an King-Adaptionen, andererseits hat Fritz Kiersch wohl sein Lebtag nichts Besseres gedreht.
Fazit: Mehr Kult im Maisfeld, als im Kino. Der Anfang einer Serie, die sich lediglich auf eine Kurzgeschichte von Stephen King bezieht, bis zur Unkenntlichkeit aufgeblasen. Immerhin Mittelfeld. 5/10 Punkten