„Kinder des Zorns“ ist mal wieder einer dieser Filme, die aus einer einfachen Stephen King Kurzgeschichte gebastelt wurden. Diesmal geht es um eine besondere Art von religiösen Fanatikern in Kinderform, die im Maisfeld hausen.
In Gatlin war vor einiger Zeit etwas Furchtbares geschehen. Die Kinder haben auf einmal alle Erwachsenen getötet und huldigen nun „Dem, der hinter den Reihen schreitet“. Davon müssen auch Burt plus Frau Kenntnis nehmen, als sie, eher durch Zufall, in der Stadt Gatlin landen.
Der Film gehört freilich nicht zu den besten King Verfilmungen (auch nicht zu den besten Teilen von KdZ), dennoch liefert der Streifen ganz brauchbare Unterhaltung für Zwischendurch. Das liegt zum einen an der netten 80er Jahre Atmosphäre, den netten Maisfeldlocations und der ziemlich guten Musicscore.
Die Schauspieler können nicht besonders begeistern, obwohl mit Linda Hamilton sogar ein kleiner Star unter der Cast ist. Ein weiteres Pro ist, dass die Kinder keinen hohen Nervfaktor haben, wie es ja sonst leider doch recht häufig der Fall ist in solchen Produktionen.
Blutmäßig sieht es hier leider ziemlich finster aus, da hätte ruhig etwas mehr auf die Blutpumpe gedrückt werden können. Alles wirkt irgendwie ziemlich zahm für einen Horrorfilm, weswegen die Indizierung ein echter Witz ist. In die Richtung haben die Nachfolger zum Glück einen Zahn zugelegt.
Nächster Kritikpunkt ist die Handlung. Sie wirkt einmal arg auf Spielfilmlänge gestreckt und dann ist einiges ziemlich an der Haaren herbeigezogen. Z.B. hat niemand in 3 Jahren wirklich gemerkt, dass alle Erwachsenen in der Stadt tot sind!
Persönlich sehe ich den Film dennoch immer mal wieder ganz gerne. Hauptsächlich wegen der Musik. Gorehounds sind mit den Fortsetzungen um einiges besser beraten. Trotzdem kann man sich den Film ruhig mal ansehen.