Nach dem gestrigen, aktuellem Werk aus der Feder Stephen Kings „Zimmer 1408“ nun mal mehr als 20 Jahre zurück in der Geschichte, als der erst Teil von „Kinder des Zorns“ im Jahre 1984 erschien. Viele Fortsetzungen sollten sich diesem Vorreiter im Laufe der Jahre anschließen.
An der Story mag es wohl nicht liegen, dass dieser Film trotz allem einen gewissen Charme besitzt. Sie ist schlicht und einfach erzählt. Und wohl jeder Filmfehler – Jäger dürfte hieran wohl seine helle Freude haben. Vielmehr ist es doch eine durchaus gute Atmosphäre welche den Film einigermaßen rausreißt. Die Maisfelder haben schon was, ebenso wie die für damalige Verhältnisse gut inszenierten Menschenleeren Straßen und Häuser. Auch der Soundtrack passt recht gut ins Gesamtbild.
Was mich dann doch etwas stört, ist dass der Film, auch aufgrund der Tatsache dass er ja immerhin einer 18er- Siegel trägt, ein bisschen arg Blutleer ist. Etwas mehr davon hätte dem Film wohl kaum geschadet. An den Effekten kann man nicht meckern, nach fast 25 Jahren Filmgeschichte. Aber auch was die Spannung betrifft, so ist „Kinder des Zorns“ nicht so wirklich der Hit – ein bisschen wenig Action in der ganzen Sache.
Was die Darsteller betrifft, so sehen wir hier eine Linda Hamilton in Ihrem letzten Film, bevor Sie mit dem „Terminator“ den „Durchbruch“ schaffte. Sie und Ihr Filmpartner Peter Horton machen ihre Sache soweit ganz gut. Von den Restlichen Jungdarstellern kann man ohnehin nicht allzu viel erwaten.
Im großen und ganzen eine ganz nette, wenn auch etwas blutleere und spannungsarme King-Verfilmung, die man sich durchaus mal ansehen kann, jedoch in keinster Weise ein Muss ist, wie wohl auch die unzähligen Fortsetzungen.