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Gar grausiges ging, vor einigen Jahren, in einer Kleinstadt namens "Gatlin" vor. Alle Erwachsenen wurden dort, von ihren Kindern, aufs bestialischste getötet. Und Stephen King berichtete in einer seiner wunderbarsten Kurzgeschichten davon, die, bis dato, sieben Verfilmungen (bzw. eine Verfilmung und sechs Sequels) nach sich zog. Hier haben wir nun den 3. Teil der Saga. Und geboten wird dabei das Übliche, was (nur) den Anhängern der Reihe durchaus gefallen kann!

Storymäßig wandelt dabei alles natürlich auf den üblichen, hauchdünnen, Pfaden. Wie schon in den Filmen davor, so ist auch hier ein ganz böses Kind zu sehen, welches die Kinder einer Stadt dazu aufhetzt, gegen die "unreinen" Erwachsenen etwas zu tun. Dieses mal ist es der, angeblich, tief christliche Eli, der von "Dem der hinter den Reihen wandelt" besessen ist, blutigste Taten begeht und dabei sogar irgendwie zaubern kann. Bis es zum üblichen Showdown im Mais kommt. Zugegeben, was die Story angeht, wird eigentlich noch größerer Stuss geboten, als schon in den meisten anderen Teilen. Viel Abstruses, wenig Innovatives und allerlei hanebüchene Ideen, lassen der Geschichte eindeutig anmerken, dass sie nur als Aufhänger zu dienen hat.

Als Aufhänger vor allem für einige atmosphärische Elemente und für viel Blut. Ja in punkto Gore wird (zumindest in der ungekürzten Fassung) wieder einiges geboten, was die Splatter-Maniacs erfreuen dürfte. Zudem wurde alles (größtenteils) sauber und von Hand erstellt und sieht einfach nur richtig gut aus. Zwar gibt es auch ein paar miese Special Effekts zu betrachten (Z. Bsp. das Feuer, was in den Mund der schwarzen Arbeiterin vom Jugendamt verschwindet), doch im Großen und Ganzen wurden ordentliche Ergebnisse abgeliefert.

Und, wie schon erwähnt, auch für Atmosphäre ist ab und an gesorgt. Die Dunkelheit einiger Szenen und vor allem der hervorragende Score, leisten gute und stimmige Arbeit. Zwar kann wirkliche Spannung, unterm Strich, nur selten aufkommen (das Treiben ist dafür größtenteils zu vorhersehbar), doch für einen netten Videoabend, mit schissigen Freunden, reicht es allemal!

Dumm nur, dass das Ende so drastisch bekloppt ausgefallen ist. Als der, "Der hinter den Reihen wandelt" plötzlich aus seinem Erd-Reich emporsteigt und sich als ödes 08/15 Dämonen-Monster entpuppt, geht das Geschehen wirklich entgültig in Trash über. Es wäre wirklich besser gewesen, wenn diese Kreatur verborgen geblieben wäre. Zumal es auch viel zu leicht zu besiegen ist!;)

In Sachen Darsteller darf man sich derweil auf übliche Horror-Kost einstellen. Sprich, die Leistungen sind streng gesehen eigentlich mehr als nur mangelhaft, für einen kleinen Horrorfilm aber zufriedenstellend. Vor allem der Darsteller des kleinen Eli, ist doch ziemlich schauderhaft (im positiven Sinne)!

Fazit: Ansehnlicher, mitunter atmosphärischer und recht blutig ausgefallener 3. Teil der Horror-Reihe, um die mörderischen Belger von Gatlin (und hier Chicago) und dem, "Der hinter den (Mais-)Reihen wandelt". Zwar ist das Skript, wie gewohnt, auch hier recht mistig ausgefallen und auch das Ende ist dieses mal mehr als nur dämlich, doch durch die, mitunter, recht harten Gore-Effekte und der akzeptablen atmosphärischen Note, können sich die Fans der Reihe auch hiermit, einen unterhaltsamen Abend vor dem Fernseher machen!

Wertung: 6,5/10 Punkte

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