Nach der schwachen ersten Fortsetzung, bedeutet Kinder des Zornes 3 - Das Chicago Massaker nicht nur eine deutliche Steigerung gegenüber Teil 2, sondern auch den bisherigen Höhepunkt der Reihe, welche auf einer Kurzgeschichte vom legendären Autor Stephen King basiert.
Die halbwaisen Brüder Eli und Joshua leben in dem Dorf Gatlin in Nebraska und leiden unter der Gewalttätigkeit ihres trinksüchtigen Vaters. Als sie sich eines Abends in einem Maisfeld verstecken, weil der Vater in betrunkenem Zustand mit einer Erntesichel auf sie losgehen will, beschließt Eli, sich der Konfrontation zu stellen, sodass sein Bruder fliehen und Hilfe holen kann. Als der Vater mit der Sichel ausholen will, zieht Eli eine heidnische Bibel hervor und rezitiert eine uralte Beschwörung, die Ihn, der hinter den Reihen geht, erweckt. Daraufhin wird der Vater von den schwarzmagisch animierten Maisstauden getötet und sein Leichnam in eine Art bizarre Vogelscheuche umfunktioniert. Eli vergräbt die Bibel im Maisfeld, tröstet seinen Bruder und flieht mit ihm aus Gatlin.
Bald darauf kommen sie bei Pflegeeltern unter, dem Ehepaar William und Amanda Porter. Die beiden haben sich immer Kinder gewünscht, konnten aber selbst keine zeugen. Unter der Betreuung durch eine Sozialarbeiterin werden Eli und Joshua zu ihnen nach Chicago gebracht. Die Eingewöhnung in das neue Zuhause verläuft jedoch hochproblematisch: Die Jungen kleiden sich altmodisch im Stil der Amish-Gemeinden, bringen einen Koffer voll Maiskolben aus Gatlin mit und Eli überrascht die Porters mit einem düsteren Feuer-und-Schwefel-Gebet beim Abendessen. Auch den Nachbarn ist die Eigenartigkeit der Jungen aufgefallen, doch vorerst tut man diese als Kulturschock ab....
Nicht nur dank des Location Wechsels kann Teil 3 überzeugen. Auch die soliden Darsteller Leistungen sowie die gelungenen Tricks sind weitere Pluspunkte. So ist nämlich vieles ohne Computer getrickst. Zudem lassen die Kamera sowie die Kreativität bei den Kills aufhorchen. Lediglich das schwach getrickste und auch im gesamten etwas abfallende Finale sorgt für Punkt Abzüge. Daß das Chicago Massaker nicht vor den typischen Schwächen eines Horrorfilmes, wie fehlende Nachvollziehbarkeit sowie nicht immer stimmige Logik gefeilt ist, steht ebenfalls außer Frage.
Dennoch letztendlich reicht es für dicke 7 Punkte.