Review

Voodoo Baby ist ein weiteres banales Sexfilmchen, in dem Joe D'Amato seine Vorliebe für exotische Frauen und Schauplätze unter Beweis stellt.

Die alberne Geschichte dreht sich um den Anthropologen Paul, der irgendwo in der Karibik das Leben von Eingeborenen erforscht, und um seine Gattin Helen, die lieber mit Frauen, wie dem schönen Indianermädchen Haini, in die Kiste springt als mit ihrem Ehemann.
Helen ist von Haini so begeistert, dass sie beschließt die junge Frau mit zurück in die Zivilisation zunehmen. Nach allerlei Gerammel haben Helen und Paul, der zwischenzeitlich auch mal reinhalten darf, dann aber genug und schicken Haini zurück in ihr Dorf. Die ist davon wenig begeistert und rächt sich per Voodoo-Zauber...

So gibt es dann final doch noch den im Titel versprochenen Hokuspokus, aber das reißt auch nichts mehr raus. Nicht nur das die ganze Sache arg unspektakulär ausfällt (einmal in ein Stück Fleisch gebissen und dann Aus die Maus), bis dahin passiert mal abgesehen von den ersten drei Minuten nämlich einfach herzlich wenig. Die ganze Zeit über hüpfen mehr oder minder attraktive Damen und Herren leicht oder gar nicht bekleidet durch die Gegend und im Fünf-Minuten-Takt darf jeder mal mit jedem vögeln. Das wars dann auch schon. In den mit feinster Synthiemucke unterlegten Sexszenen geht es entsprechend der Entstehungszeit des Films recht haarig zur Sache, so dass auch hier, zumindest für meinen Geschmack, wenig geboten wird. Dazu noch ein sinnfreier Unfruchtbarkeits-Handlungsstrang der im Nichts verläuft, ein Hardcore Blowjob aus einem anderen Film und fertig ist Stumpfsinn mit Gähn-Garantie.

Das Einzige was man dem Machwerk zu Gute halten kann sind ein paar wirklich gelungene Karibikaufnahmen, die dem eingefleischten D'Amato Freund aber aus anderen Machwerken, wie Papaya dei Caraibi, bekannt vorkommen dürften.

Unter dem Strich bleibt ein grottenlangweiliges Sexfilmchen mit den bekannten D'Amato Versatzstücken. Optisch sicherlich ganz nett und insgesamt auch nicht so dilletantisch wie manch anderes Werk des Meisters, aber mehr eben auch nicht. Das Fehlen von richtigen Hardcore- oder Horrorelementen tut dabei sein Übriges. Nur was für die ganz harte Italo-Fanfraktion. (2,5/10)

Details