Review

The Rock geht in der Umsetzung des Kultspiels auf Monsterjagd.

Story:
In ferner Zukunft geht bei Forschungsarbeiten auf dem Mars irgendetwas schief und die Kommunikation wird beinahe vollständig unterbrochen. Das was allerdings durchkommt, hört sich mehr als beunruhigend an. Anscheinend wurde ein Portal zu einer anderen Welt geöffnet, aus der nun unheimliche Kreaturen eindringen und die Station in Beschlag genommen haben. Jetzt kommen die Marines um Searge (The Rock) und Reaper (Carl Urban) ins Spiel. Sie sollen nach dem Rechten sehen und dort aufräumen. Keines dieser Wesen soll auf die Erde gelangen, so lautet der eindeutige Befehl...

Nachdem schon etliche Videospiele zu filmischen Ehren gekommen sind, ist nun auch der wohl brutalste und beliebteste Ego-Shooter aller PC-Zocker auf die große Leinwand gebannt worden. Die Frage, die sich nun stellt: Hat man es geschafft, "Doom" würdig in Filmform zu verfilmen? JEIN, ganz geklappt hat es leider nicht, um das schon mal vorweg zu nehmen. Doch zunächst mal das Positive.

Die Story, die lose auf "Doom 3" basiert, kann man sich eh schenken, das war ja beim Spiel auch nicht anders. Wichtiger ist die düstere Atmosphäre der Marsstation, die wurde sehr gelungen eingefangen und so einige Kulissen kommen einem als Spieler auch bekannt vor. Die CGI-Monster sehen ebenfalls zufriedenstellend aus, auch wenn es nicht so viele verschiedene sind wie im Spiel. Und das Team um The Rock kann ebenso überzeugen und ballert sich mit bierernster Mine durch den Film.

Der Knackpunkt des Films liegt aber eindeutig bei der Action. Es ist ja schön zu sehen, dass man endlich mal wieder die Eier hatte, einen harten R-rated Actioner zu inszenieren, bei dem das Blut spritz und Körperteile durch die Luft fliegen. Somit ist man meilenweit vom laschen Mainstream entfernt. Leider war man in punkto Bodycount einfach nicht konsequent genug. Im Klartext heisst das: Hätte man im Spiel auch so wenig zu tun wie im Film, wäre es ein gemütlicher Sonntagnachmittagsspaziergang. Das was gezeigt wird, weiss zwar zu gefallen, nur ist es für "Doom"-Verhältnisse nicht genug. Da kommt hier mal ein Monster und da mal eins, aber nicht wie im Spiel scharenweise, so wie es eigentlich sein sollte. Während man als Spieler je nach Level auf jede Patronenhülse achten muss, dürfen The Rock & Co. sorglos um sich ballern, da nur sehr wenige Feinde auf sie einstürzen.

Erst zum Ende hin geht's dann richtig ab, wenn die Kamera in die Ego-Perspektive wechselt und wir Reaper beim Schlachten (auch mit der kultigen Kettensäge) zusehen dürfen. Da ist dann auch der Bodycount amtlich und dem Spiel ebenbürtig. Warum man das nicht den gesamten Film über so durchgezogen hat, ist mir ein Rätsel. Die Marines hätten ja nicht dauernd sterben müssen. Meiner Meinung nach wäre nur einfach sinnvoller gewesen, dauernd zu ballern und nur durch dunkle Gänge zu schleichen.

Wenigstens stimmt der Soundtrack, der gut rockt und die Szenen stimmig begleitet. Über die schauspielerischen Leistungen kann man nicht viel sagen, da es ja nicht viel zu schauspielern gab. Ist bei so einem Film ja auch nicht wichtig.

Fazit: "Doom" ist leider nicht der erhoffte Kracher geworden, da man in punkto Bodycount zu sparsam war. Zwar ist alles schön blutig, aber insgesamt zu wenig. Dennoch machen die brutale Action und die innovative Ego-Szene noch eine gute Bewertung aus. Auf DVD folgt hoffentlich ein Unrated-Director's Cut, bei dem noch mehr blutige Details zu sehen sind.

7 von 10 Punkten

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