"Seek and Destroy!" Befehl für "The Rock", Credo des Films.
Eine Film-Umsetzung des ID-Software-Klassikers lässt natürlich keine Hochkultur erwarten, aber schlimmer als "Resident Evil II" konnte es eh nicht kommen. Zwar prügelt man sich auch hier wieder mit eher ungelenken Latex-Viechern, und das größtenteils in *sehr* schattigen Lichtverhältnissen, aber dafür kann man mit dem Ex-Catcher auftrumpfen!
Ich hab'n Faible für den Muskelprotz, der mich mit seinen Kloppern bisher immer prima unterhalten hat - und da macht "DOOM" keine Ausnahme. Sicher, der Film ist pro-militaristisch, unoriginell und mit einem sichtbar begrenzten Budget ausgestattet, aber dafür gibt das Ding nicht vor mehr zu sein, als es eigentlich ist...
Mit großen Anleihen an die "Alien"-Filme donnert Rocks Crew durch das - auf die Dauer etwas eintönige - Tunnelsystem. Der Zuschauer schlägt sich mit diversen DejaVus herum, aber dafür geht's recht unbekümmert zu Sache. Es fliegen zuweilen wortwörtlich die Fetzen und man kann mit ein paar Splatter-Einlagen aufwarten, die nichts wirklich Wildes bieten, aber ihr Soll für diese Art von Film durchaus erfüllen. "Hellboy"-Regisseur DelToro hätte mit seiner Vorliebe für Monster und Tunnel natürlich einiges mehr aus der eher biederen Gestaltung rausgeholt und bestimmt weniger uninspiriert aussehen lassen, aber auch bei Andrzej Bartkowiak schummeln sich ein paar Highlights ein...
Absolut spektakulär ist eine fast sechsminütige Ego-Shooter-Sequenz, in der die bekannte Spieloptik überaus beeindruckend für die Kino-Leinwand adaptiert wurde. Ohne Schnitt jagt man mit der Wumme im Anschlag in subjektiver Sicht durch die Gänge und beseitigt dabei allerlei Gesocks. Das ist großartig konzipiert und hebt "DOOM" für ein paar Minuten in ungewohnte Höhen...
Aber auch der Rest macht Laune. Is' kein Überhammer, aber meiner Meinung nach immer noch besser als'n "Tomb Raider". Junk-Entertainment für die Videospielkid-Generation...und wir war'n ja auch mal jung!