Was macht man wenn ein Kultvideospiel nach Jahren eine Fortsetzung bekommt und Computerspieleverfilmungen gerade groß in Mode sind. Klar, man nutzt den bereits vorhandenen Hype und macht einen Film daraus! Doch wie will man ein Spiel verfilmen, indem es um das pure abknallen von Gegnerhorden geht? Natürlich indem man genau dieses auf die Leinwand umsetzt. Denkt zumindest jeder der die Spiele kennt. Doch anstatt sich auf die Fans des Spiels als Zielgruppe festzulegen will man die Verfilmung natürlich Massentauglich machen und fügt noch eine Story mit ein die noch weniger erzählerischen Anspruch als die des Spiels bietet und stark von der Spielvorgabe abweicht. Selbst dabei wird noch lustig von der Konkurrenz geklaut. Den der ganze Inhalt und Ablauf erinnert doch stark an den ersten Resident Evil Film.
In einer Forschunbgsanstalt auf dem Mars werden genetische Experimente durchgeführt. Natürlich geht dieses Projekt schief und bald wimmelt es von Mutanten die jeden attackieren. Ein Team von Marines wird entsannt um der Bedrohung Einhalt zu gebieten und begibt sich so auf den Mars. Bis an die Zähne bewaffnet haben sie nur einen Auftrag: Jegliche Gefahr auf der Station auszulöschen und die Wissenschaflter zu finden!
So schnell die Story erzählt ist, so schnell macht sich auch Ernüchterung breit. Den kaum das alle Marines innerhalb von 5 Minuten eine Persönlichkeit aufs Auge gedrückt bekommen und man ihre Spitznamen erfährt begeben diese sich auf den Mars um sich der Bedrohung engegenzustellen. Doch anstatt mit ihrer Waffenkraft ordentlich auf den Putz zu hauen werden noch ein paar Charakterbezogene Storys mit eingebaut die das ganze in die länge ziehen und auch keine Auswirkungen auf das eigentliche Geschehen haben.
Nachdem der Zuschauer nun alles erfahren hat was er angeblich Wissen müsste kann es also losgehen. Düstere schlecht ausgeleuchtete Gänge, vorbeihuschende Schatten an den Wänden und geheimnisvolle Geräusche sollen eine beklemende Atmosphäre aufbauen. Diese kommt allerdings nur zum Teil auf. Was im Spiel bestens funktioniert hat wirkt hier nicht wirklich Angsteinflössend, zu oft hat man diese Bilder schon auf der Kinoleinwand gesehen. Auch die Schockeffekte sind Standardmässig in Szene gesetzt und man erahnt schon vorher was passiert. Kommt es dann endlich zum ersten Feuergefecht dauert dies auch nur kurz an. Den kaum attackiert eine Kreatur den ersten Marine schon ist das Spektakel wieder vorbei. Statt auf Massen von Monstern werden einem hier kurze knappe Feuergefechte geboten, den man muss die Story varantreiben. Die toten Marines sind nicht einfach tot, nein sie werden von einem Virus infiziert der sie erst zu Untoten macht und sie dann in eins dieser Wesen mutieren lässt. Dieses wiederholt sich nun bis es den Bestien gelingt die Forschungsstation zu verlassen und innerhalb von ein paar Minuten Massen von Menschen mit ihrem Virus zu infizieren. Von da an wimmelt es von Zombies die alle eliminiert werden müssen um die Gefahr einzudämen.
Wer jetzt denkt das nun endlich die Waffen sprechen, der irrt. Denn nun entwickelt sich auch noch ein Konflikt innerhalb der Marines um noch eine Storyline in das Ganze einzubauen die bis zum Showdown anhählt und selbst dieser weicht kilometerweit von der Spielvorlage ab.
"Na gut, zwar ne Schwache Story, aber solang sie annehmbar umgesetzt ist." Mag sich nun manch einer denken. Doch auch da floppt der Film. Die schauspielerrische Leistung ist alles andere als vorbildlich. "The Rock" setzt als Befehlsgeber "Sarge" der Marines seinen bekannten strengen Gesichtsausdruck auf und wird diesen auch über die gesamte Laufzeit nicht mehr los. Da haben wir aber schon besseres von ihm gesehen. Auch von "Karl Urban" ist man besseres gewöhnt obwohl er neben "Rosamund Pike" noch die beste Leistung abliefert. Die restlichen Marines sehen auch nicht besser aus. Kaum jemandem kauft man die Rolle des harten Marines ab, dies liegt allerdings auch an den weit hergeholten Persönlichkeiten die ihnen verpasst werden.
Während Anfangs noch alle wie aus dem Lehrbuch einen völlig harmlosen Raum betreten, wird dies mit den ansteigenden Emotionen auch überflüssig und dunkle bedrohliche Räume werden ohne Deckugn einfach gestürmt. Wie nicht anders zu erwarten, sind die Dialoge auch nicht das Wahre. Wenigstens halten sich lustige Sprüche die in anderen Filmen die Situation entspannen sollen hier stark in Grenzen. Machosprüche und Kraftausdrücke geben hier den Ton an während die einzig sinnvollen Dialoge über "Rosamund Pike's" Lippen kommen.
Die CGI-Effekte sind gut in Szene gesetzt. Allerdings bieten diese bis auf die Ego-Szene in der man das Geschehen aus den Augen eine Marines sieht, nichts Neues sondern gewohnte Hollywoodkost.
Auch Abwechslung wird bei "Doom" klein geschrieben, den wo im Spiel verschiedene Gegner vorkommen wird einem hier keine große Vielfalt geboten. Es gibt einzig und allein zwei Mutantenarten. Dies ist definitiv zu wenig wenn man bedenkt wieviele Vorlagen es gab die man einfach hätte umsetzen müssen.
Alles in allem habe ich nicht mehr erwartet wie ein Film bei dem man seine Gehirnzellen schonen kann. Dafür allerdings gibt es zu wenig Aktion. Hätte man sich an die Spielvorlage gehalten wären zumindest die Fans der Serie auf ihre Kosten gekommen. So allerdings werden wohl eingefleischte Doom-Fans wie auch Otto-Normalzuschauer nicht auf ihre Kosten kommen. Es geht halt ganz selten gut einen aktionlastigen Film mit einer guten Story zu versehen und dafür sollte man nicht gerade ein Thema wählen das der Vorlage nicht gerecht wird und schon so abgegriffen ist. Im Endeffekt bleibt nichts weiter als ein platter Film der nichts Neues bietet außer der Erkenntnis das man es wohl bleiben lassen sollte Spieleklassiker in einem neuen Gewand zu verfilmen.