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Andrzej Bartkowiak der sich mit Filmen wie "Romeo Must Die", "Exit Wounds" oder "Born 2 Die" als exzellenter Actionregisseur erwies, bringt nun das erfolgreichste Game aller Zeiten auf die Leinwand - "Doom"

Kurz zur Story: Die Handlung spielt irgendwann in der Zukunft auf einem Militärstützpunkt auf dem Mars. Nach einem missglückten Experiment fällt eine Monster-Invasion über die Anlage her und infiziert fast alles, was sich dort befindet. Sarge (The Rock) ist der Führer einer Special Unit, der versucht mit seinen Männern, den letzten Rest der Überlebenden vor der Übermacht an Monstern und Mutanten zu beschützen. Dummerweise haben die Guten nur eine Richtung zur Auswahl. Direkt in die Tiefen dieser Hölle, und je weiter sie vorankommen, desto mehr nehmen Chaos und Gemetzel zu.

"Back to the Roots!" könnte man über die neueste, lang erwartete Computerspielverfilmung schreiben, die im Gegensatz zu den progressiven "Resident Evil"-Streifen, die auf leicht bekleidete Ladies mit Schießgeräten setzten, ganz und gar konservativ sind und (fast) nur die Männer kämpfen lassen. Rosamund Pike, bekannt aus dem Bond-Film Die Welt ist nicht genug, muss sich denn auch mit der klassischen Frauen-Actionrolle der Wissenschaftlerin begnügen, die das Waffenschultern den starken Kerlen überlässt.

"Doom" ist ein Name, der gestandene Computerfreaks ehrfurchtsvolle Schauer über den Rücken laufen lässt. Das meistverkaufte Game aller Zeiten begeisterte Millionen ballerwütiger Computerfreaks , die in Gestalt der Helden durch dunkle Gänge zogen und in die Hölle schickten, was sich auch immer bewegte und atmete. Der Film setzt zwar keinesfalls auf Originalität, doch was den Zuschauer hier erwartet ist hartgesottenes Ballerkino im Stil der 80er-Jahre-Action, untermalt von schwermetalligem Bumm-Bumm, das in puncto Lärm mit den Geknalle wetteifert. Hier wird nicht viel geredet, sondern gleich zur Waffe gegriffen. Und mit Dwayne "The Rock" Johnson, der schon im grandiosen Actionstreifen "Welcome to the Jungle" seine Qualitäten als Actionheld unter Beweis stellte, hat der Streifen die perfekte Besetzung.
Und als erste Videospielverfilmung setzt der Regisseur Andrzej Bartkowiak bei seinem Film auf den exzessiven Gebrauch von der heißgeliebten Ego-Shooter Perspektive, wo John Grimm, dargestellt von Karl Urban ("Der Herr der Ringe") sich durch die dunklen Gassen frei ballert und einen Monster nach dem anderen gnadenlos in die ewigen Jagdgründe schickt, wobei er dann auch mal, wenn das Magazin leer geh, zur Kettensäge greifen muss.

Gelungen ist Bartkowiak auch das Finale, in dem er versucht eine Problematisierung der Figuren zu realisieren, wo sich der von The Rock dargestellte Kommandant Sarge selber zu einem dieser Monster verwandelt und sich dem Kampf gegen John Grimm stellt. Doch zuvor entpuppt sich dieser durch Säuberungsaktionen gegen unschuldige Opfer und Exekutionen der eigenen Leute als eigentlicher Bösewicht, der den Befehlen alles zu auf dem Stützpunkt zu vernichten stand gebieten will, von dem man es zuvor gar nicht erwartet hätte.

Fazit: Andrzej Bartkowaik inszenierte mit "Doom" einen Film bei dem zwar innovatives Kino nicht zu erwarten ist, aber dafür garantiert der Streifen für jede Menge blutige Action, rasantes Tempo, genial gemachte Kreaturen, fetzigem Score und einige tolle Schockeffekte, bei dem die Story bei so einem Film wie "Doom" es ist locker zu vernachlässigen ist - Unterhaltung pur, und mehr sollte man auch nicht erwarten!

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