Vorrede:
Es ist schon einige Jahre her, etwa so 1991, daß ich auf einem PC das Spiel "Doom" sah. Ich hatte nur einen Commodore-Amiga und war so etwas wirklich nicht gewohnt. Man mag mich für verrückt halten aber Doom war der Grund, warum ich mir einen sündhaft teuren PC zulegte.
Ich habe Doom wirklich bis zum Exzess gespielt, man könnte durchaus sagen, ich kannte später alle Monster mit Vornamen.
Wie schön wäre es, so dachte ich mir, wenn man dieses Spiel verfilmen würde.
Viele Jahre später sollte es Wirklichkeit werden. Als ich aber von den ersten Freunden hörte, die sagten, daß Genmanipulationen für das Massaker auf dem Mars verantwortlich seien und nicht daß man ein Tor zur Hölle geöffnet hätte, sank meine Begeisterung ins Bodenlose.
Der Film:
Vor kurzem sah ich mir den Film an und mußte feststellen, daß man nicht Doom, sondern Doom3 verfilmt hatte, und selbst das noch nicht einmal besonders sorgfältig.
Um es kurz zu machen: Auf einer Mars-Station geraten gentechnische Experimente außer Kontrolle und eine Gruppe Marines wird entsandt, um wieder für Ordnung zu sorgen. Das geschieht natürlich auch.
Kein Tor zur Hölle, kein Plasmagewehr, keine Shotgun, keine Pentagramme, keine Kerzenleuchter, keine fliegenden Totenköpfe, nichts vom mystisch-seltsamen Charakter des Urspiels findet sich in der Verfilmung wieder.
Lediglich das BFG9000 und die Kettensäge erfahren eine kurze Erwähnung. Die beliebten Gegner wie den Demon-Knight oder den Cacodemon sucht man vergebens, sie hätten sich auch in ein Genmanipulationsskript ala Resident Evil auch nicht einbauen lassen.
Fazit: Wer Doom erwartet, wird enttäuscht, wer hingegen einen völlig sinnlosen Actionfilm der recht nett gemacht ist gucken möchte, wird finden was er sucht.
Definitiv KEIN Doom, daher 5/10.