Ich gebe zu, seit ich wusste, dass die Originalstory des Spiels (Marsbasis, Tor zur Hölle, Dämonen kommen "rüber", Marine muss sie alle plattmachen) zugunsten einer "Resident Evil" entliehenen Zombie-Story - wenn auch immer noch auf dem Mars angesiedelt - weichen musste, war ich etwas skeptisch, ob dieser Streifen den Kinoeintritt wert wäre.
Das war aber auch gut so, wenn so bin ich mit relativ geringen Erwartungen ins Kino gegangen und wurde ... ... positiv überrascht wie selten zuvor! Zur Story vorweg nur soviel: Aus "Marsbasis, Tor zur Hölle, Dämonen kommen "rüber", Marine muss sie alle plattmachen" wurde im Film "Marsbasis, Wissenschaftler pfuschen mit Aliengenen rum, Zombies und Mutanten kommen "raus", Marines müssen sie alle plattmachen".
Rausgekommen bei "Doom" ist ein technisch gut gemachter, wunderbar düsterer Actionfilm mit vielen Schockern, guten Effekten, einer tollen Homage an die Spiele in Form einer Egoshooter-Sequenz (im Gegensatz zu den lausigen "House of the Dead"-Einblendungen aber absolut geil gemacht) sowie kernigem Soundtrack. Klasse! So muss ein High-Budget-Nobrainer-B-Movie aussehen!!!
Zur Leistung der Schauspieler muss man nicht viel sagen, da es hier ja nicht um eine Shakespeare-Aufführung geht. The Rock, Karl Urban und Konsorten machen ihre Sache als Marines allemal gut und der eine oder andere Oneliner zündet auch.
Die Goreeinlagen sind - bedenkt man welches Spiel hier verfilmt wurde - überraschend dünn gesäht aber dafür teilweise auch ordentlich heftig. Die meiste Zeit stapfen die Protagonisten durch finstere Gänge, die 1:1 mit den Texturen aus Doom³ bepinselt scheinen. Die meisten Finsterlinge sind Zombies, es gibt aber auch einige Imp-mäßige Mutanten sowie einen Hellknight zu bestaunen. Doom³-feeling kommt also durchaus rüber. In meinen Augen einer der überraschend besten Popcorn-Filme der letzten Jahre, bei dem ich mich über eine Fortsetzung gar nicht ärgern würde...