Review

Da man nicht immer nur Remakes servieren kann, versucht man sich in letzter Zeit immer öfters an berühmten Videospielen. Meistens geht diese jedoch in die Hose ( siehe Resident Evil, House of the Dead ) und auch " Doom " ist nicht mehr als solide geworden. Ich glaube fast jeder hat den brutalen Actionegoshooter schon mal gespielt. Ich für meinen Teil kann diese Frage eindeutig mit " Ja " beantworten. Regisseur Andrzej Bartkowiak arbeitet hier zum ersten Mal ohne Produzent Joel Silver. Man sieht hier auch, dass er gut inszenieren kann, doch was nützt das, wenn es am Drehbuch hapert.
Story:
Aus einem Labor auf dem Mars kommt ein Notruf. Auch hat man keinen Funkkontakt mehr. Also schickt man eine Gruppe Söldner, unter der Führung von Sarge ( The Rock ) hin, um herauszufinden, was dort oben passiert ist. Kaum dort angekommen, wird die Einheit schon von Zombies und Dämonen attackiert. Mit Hilfe von Dr. Grimm ( Rosamund Pike ) versuchen sie hinter das Geheimnis zu kommen. Doch währenddessen wird die Einheit gnadenlos dezimiert.

Die Story vom Spiel selbst war wesentlich einfacher, denn es ging nur um ein Portal, durch welches die Dämonen und Monster Einlass erhielten. Hier versucht man eine kluge Story zu konstruieren, indem man das Geschehen mit Hilfe von Chromosomen erklärt. Also weiss der Zuschauer sofort, dass es sich bei den Dämonen und Zombies um die Mitarbeiter des Labors handelt. Trotzdem wartet der Film mit einigen gekonnten Schocks auch und Spannung kann oft erzeugt werden. Nur wird die aufgebaute Rasanz durch viele unnötige Dialoge ausgebremst. Richtige Längen entstehen aber nie.
Die Kulisse des Laborkomplexes ist wirklich schön düster geworden. Flackerndes Licht, blutige Wände, dreckige Kanäle und der rockige Score harmoniert sehr gut mit dem Geschehen.
Die Action ist sehr gut inszeniert und gibt sich vor allem in Shootouts wieder. Die Truppe wird nach typischem 10 Negerlein Prinzip blutig ermordet. Die Goreeffekte sind dabei recht hart und gut in Szene gesetzt. Selbst die Zombies und Dämonen hat man gut hingekriegt, aber das Aussehen hat man 1:1 aus dem Spiel übernommen. Höhepunkt ist für mich am Ende der Shootout aus der Egoshooterperspektive, das lässt alte Erinnerungen an das Game hervorkommen. Einen Endkampf gibt es auch, der ist aber hoffnungslos übertrieben. Obwohl man sonst fast keine überraschende Wendung servieren kann, doch Eine ist vorhanden. Nämlich ist nicht Sarge hier der Held, sondern Reaper ( Karl Urban ), doch der rest ist vorhersehbar.
Eigentlich wäre es mir wesentlich lieber gewesen, wenn The Rock die Heldenrolle bekommen hätte, weil er sonst immer ein großer Sympathieträger in seinen Filme ist. Hier verkörpert er ein richtiges Arschloch, doch dies sehr überzeugend.
Karl Urban als Reaper kann sich auch sehen lassen und Rosamund Pike als Dr. Grimm und Schwester von Reaper macht einen guten Job. Die restlichen Darsteller sind auf durchschnittlichem Niveau.

Fazit:
Nicht schlecht, aber man hätte wesentlich mehr aus einem der berühmtesten Egoshooter machen können. Sehr gekünstelte Story, vorhersehbar dazu. Auch sind zu viele unnötige Dialoge aufgebaut, welche die Rasanz bremsen. Aber die Action ist in hohem Maß vorhanden und die Goreeffekte sind blutig. Die Spannung hält sich sehr solide, auch dank der sehr düsteren Kulisse. Die Darsteller agieren von durchschnittlich bis gut.
Blutige, teils sehr übertriebene Unterhaltung, doch das Game macht mehr Spass.

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