Review

DOOM - Der Film (Extended Edition)


...kein Kontakt mehr zum Mars, zum Forschungslabor, zu den Wissenschaftlern. Um der Tatsache der gekappten Verbindung auf den Grund gehen zu können schickt man ein Team von Space Marines, kurz Rapid Response Tactical Squad, unter der Führung von Sarge (The Rock) auf den Mars. Doch als man nahezu leere Räumlichkeiten und rote Gänge vorfindet steht fest sie sind in der Hölle. Wissenschaftliche Experimente am Menschen um das 24. Chromosom sind der Auslöser dieser Katastrophe, denn die Testperson, ein zum Tode verurteilter Sträfling, mutiert zu einer höllischen Kreatur und killt die Forscher. Leider ist dies nicht das gesamte Wissen um dieses synthetische 24. Chromosom, oder wieso stehen die Toden wieder auf?! Schnell wendet sich das Blatt und aus den Jägern werden gejagte. Die blutige Hatz bleibt nicht das einzige Problem der harten Burschen, denn Spannungen und Konflikte untereinander, führen zu weiteren Auseinandersetzungen bei der Ausführung des Auftrages.

Klassisches "Run and Kill"-Movie, basierend auf dem Titelgebenden EGO-Shooter der ersten Stunde „DOOM“, wobei sich der Film, wenn überhaupt, am bis dato letzten erschienen Teil "DOOM 3" orientiert hat.

Mit einem Wort: Action
Mit Zwei Worten: Stupid Action
Mit drei Worten: Marines killen Monster
Mit .... Worten: Bla Bla Bla Bla Bla....

Inhaltlich erleidet Doom - Der Film ganz klar Schiffbruch und das obwohl man hier versucht hat eine spannende, im Ansatz fast schon innovative, Geschichte zu erzählen. Doch gab schon das Videospiel nicht genug Stoff her um einen abendfüllenden Film zu inszenieren. Am Ende wurde mal wieder ein/das Hollywood-Drehbuch total in den Sand gesetzt. Heraus gekommen ist ein Film der die Zuschauer in mindestens drei Parteien spalten sollte.

1. Die Fans des Shooters, deren Erwartungen in den Film sowieso nicht erfüllt werden konnten.
2. Die Gegner des Shooters, welche den fehlenden Erfolg nur so beklatschten und
3. die Leute die noch nie was von der Game-Serie gehört haben und DOOM für Hardcoregruselaction halten.

Das ich nicht lache.

Sicher der Film bietet alles was man Heut sowieso von einer Hollywood-Produktion erwarten kann, nämlich ein hohes Budget, geile Effekte, Top Ausstattung, namhafte Darsteller, Action und nen zweckdienlichen Score. Nur leider, wie so oft, machen diese Aspekte allein noch keinen guten Film. Dafür wurde zuwenig von den guten Zutaten aus dem Game in den Film, na sagen wir mal, emuliert. Angefangen bei den Wahnsinns Schockmomenten, dem wirklich fiesen, von seiner Akustik lebenden, Sound und der einmaligen Atmosphäre bis hin zur ausufernden knackigen Action, wurde zwar alles mit eingebracht aber nichts (wohlgemerkt auf das Videogame bezogen) ist wirklich überzeugend. Es wird wirklich viel geballert, die Splattereffekte sind sehr Rot und erste Sahne und die Charaktere zwar stereotyp aber passend, doch will hier der Funke einfach nicht überspringen. Zu geradlinig verläuft der Plot und zu vorhersehbar bleibt das Handeln. Nicht das ich jetzt, bei solch einem Film, so großen Wert auf tiefgründige Charakterzeichnung und Logik lege, doch muss ich als Anhänger von Partei 1, meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen, jedoch ohne unfair zu werden.

Das die Inszenierung trotzdem solide bleibt muss man wohl Regisseur Andrzej Bartkowiak (Romeo Must Die, Exit Wounds und Born 2 Die) hoch anrechen, befindet er sich doch hier im heimischen Genre. Aus diesem Grunde ist zumindest kurzweiliges Entertainment zu erwarten das schnell zur Sache kommt und auch im Allgemeinen ein gutes Tempo vorlegt.

Die Darsteller sind als solide aber eindimensional agierend zu bezeichen, wobei der charismatische Dwayne "The Rock" Johnson als der überzeugendste in Erinnerung bleibt, denn seine Figur bietet im Film am ehesten das Potential für eine Entwicklung (seine gute und böse Seite scheinen zu verschmelzen). Karl Urban ist meines Erachtens völlig verschenkt was aber auch an seinem Part gelegen haben dürfte (Pathfinder soll da doch wieder besser sein), denn seine Figur will nicht wirklich sympathisch werden, weshalb viele der im Film entstehenden Situationen am Zuschauer emotionslos vorbei rasen. Lediglich sein 3minütiger EGO-Shooter Take ist ein Lichtblick, vermittelt dieser doch sehr realistisch das Gamer-Feeling.

Der Hardrock-Score fetzt dann schon wieder mehr und untermalt das fiktive Szenario roh und laut. Na Hallo, warum nicht alle Kriterien so gekonnt realisiert.

Marines, Monster, Waffen und Blut sind vorhanden, der Genrefan wird gut bedient und das soll am Ende alles sein was zählt. Kann man sich schon mal anschauen, auch wenn die Filmumsetzung am unerreichbaren Kultgame vorbeischlittert (da sollte man dann doch beim zocken bleiben).

Also anschnallen und die BMG (Big Motherfucking Gun) abfeuern, denn Heut killen wir Monster.

Details
Ähnliche Filme