Review

„Doom – Der Film“ stand heute auf meinem privaten Film-Programm!

Wieder mal ein verfilmtes Videogame, dessen Grundlage (das Spiel) ich nicht wirklich kannte. Dessen Umsetzung aber ziemlich nahe an all den bisher produzierten Müll in dieser Kategorie heranreicht.

Kurz zur Story (wenn man das Gezeigte überhaupt als solche bezeichnen kann):
Irgendwann in der Zukunft wird eine Art Portal zu einem fremden Planeten entdeckt (...hört sich schon mal an wie Stargate...).Eine Firma oder die Regierung (wen interessiert`s) betreibt auf diesem Planeten irgendwelche Forschungen. Eines Tages geht was schief und eine militärische Eingreiftruppe unter dem Kommando von Boss „Sarge“ (The Rock) soll dafür sorgen, daß die in den dortigen Computern gespeicherten Forschungsdaten gerettet werden.
Daß die Militärs in den dunklen Gängen der Forschungsstation natürlich nicht auf harmlos vor sich hin fiepende Meerschweinchen stossen ist genauso klar wie der ganze Rest der „Handlung“. Deshalb auch kein weiteres Wort mehr hierzu!

Also wie gesagt, von Seiten der Handlung genuso tote Hose wie bei allen anderen mir bekannten Verfilmungen irgendwelcher PC- oder Konsolenspiele.

Geht man davon aus, daß das zugrunde liegende Spiel ein Ego Shooter ist, kann man natürlich nicht wirklich mehr erwarten. Die Basis des ganzen Films ist also nur Ballerei! Wenn man das mal kapiert hat, dann wundert man sich vielleicht auch nicht mehr über die hauchdünne Tarnkappe, hier Handlung genannt, die diese eigentliche Substanz des ganzen Films überdeckt.

OK! Dann ist hier Action angesagt!?

Also eigentlich .....JEIN!

Über die gesamte Spielzeit der Extended Editon von ca. 108 Min. sind die Action-Szenen zwar vorhanden, aber bei weitem nicht so häufig um gänzlich von der dämlichen Handlung und deren eindimesionalen (.. und daß ist schon fast übertrieben..) Charakteren ablenken zu können.
Diese Extended Editon scheint einzig und allein zu existieren um potenziellen Zuschauer ganz gnadenlos auf den Sack zu gehen.

Was hier in 108 Minuten nämlich an wirklicher Handlung präsentiert wird ist einfach erbärmlich und und vor allem stinkendlangweilig. Da helfen auch keine Splatter-Effekte, miserabel ausschauende Mutanten usw. usw.....

Der Film ist inhaltlich schlichtweg Trash und nicht mal als Fast-Food-Kino für potenzielle Amok-Läufer geeignet, wie uns die Presse und die offizielle dt. Zensur- und Beschützer-der-Moral Institution FSK im Falle der Spiele oftmals vorgaukeln will.

Eigentlich könnte man von einem Film unter den Voraussetzungen der Handlung wenigstens ein gewisses Gefühl der Spannung erwarten, leider aber irren die Soldaten endlos durch irgendwelche dunklen Gänge, geben schon tausendmal gehörte, dumme Sprüche von sich und werden natürlich von den fiesen Mutanten nacheinander gekillt.
Überraschend und spannend ist hier erstmal gar nichts, die Jünger der brutalen Fraktion werden zwar bedient (FSK 18 Freigabe ist durchaus berechtigt), Maßstäbe werden aber auch hier in keinster Wese gesetzt.
Einziges Highlight ist gegen Ende des Films eigentlich nur die Ego-Shooter-Perspektive der Kamera, die einige recht schräge und auch witzige Splatter-Kuriositäten einfängt und den Kennern des Spiels eine Art Deja-Vu-Ansicht anbietet.

Darsteller wie The Rock und Karl Urban auf einem Plakat oder hier dem DVD-Cover quasi als zugkräftige Stars anzupreisen finde ich schon etwas gewagt...
Wer sind die beiden denn schon? Der Skorpion King und Necromonger-XY- ungelöst?

Egal, keiner von den beiden hat jedenfalls das Talent oder gar das Charisma diesen ziemlich mäßigen Film irgendwie tragen oder gar retten zu können.

Fazit: Was bleibt ist ein schaler Rückblick auf 108 ziemlich langweilige, filmtechnisch aber ordentliche inszenierte Minuten!

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