Funkstille. Der Kontakt mit der Mars-Station ist abgebrochen. Seit Tagen kein Lebenszeichen. In der letzten übermittelten Nachricht war von einer Quarantäne der Stufe 5 die Rede. Ein missglücktes Experiment? Eine bis an die Zähne bewaffnete Spezialeinheit unter dem Kommando des draufgängerischen Sarge wird in die unterirdischen Tunnel geschickt, um mit automatischen Waffen und Explosivgeschossen Licht ins Dunkel zu bringen. Doch in den ausgestorbenen Korridoren lauert eine Legion von blutrünstigen Mutanten, deren erbarmungslose Brutalität die jeder bekannten Lebensform übertrifft...
(Covertext)
Ein indizierter, legendärer, weil wegweisender Shooter. Dass diese Legende irgendwann eine Verfilmung zuteil würde, war abzusehen. Doch wurde er den Erwartungen gerecht? Die meisten würden sagen, dass nicht. So gut, als dass er nach den bereits eingetragenen fünfeinhalb duzend Reviews noch ein weiteres unbedingt benötigte, ist er erst recht nicht. Jedoch flimmert er gerade noch die letzten Minuten über meinen Bildschirm, und ich brauche was zu tun… Also fix n paar Infos zusammengeschrieben:
Geradeheraus gesprochen: Der Film ist weder sonderlich intelligent, noch gruselig, und überhaupt nicht besonders gut. Tatsächlich ist er sogar recht dumm und kann eher als B-Film gehandelt werden, denn zum Trotz des durchaus üppigen 60-Millionen-Dollar-Budges sieht der Film eher nach einer (guten) Direct-to-Video-Produktion aus denn einem groß angelegten Kinofilm.
Und doch hat der Film seinen Charme. Einen großen Pluspunkt bekommt er allein schon dafür, dass anstatt exzessiven CGI-Einsatzes meist mit „echtem“ Material gearbeitet wurde. Dadurch wirkt der Film einfach ganz anders.
Ein wichtiger Punkt ist wohl die Erwartungshaltung, die man dem Ansehen voraussetzt. Ich schrieb bereits, dass der Film dumm ist, altbacken, unoriginell, die Schauspieler schauspielern nicht… Doch Wayne?
Ohne falsche Erwartung rockt der Streifen. Das Budget ist groß genug, dass die Effekte gut sind, die Kameraarbeit ist durchaus gelungen und die Regie ist in anbetracht des Drehbuchs auch gut - heißt mehr ging halt nicht. Dazu kommt eine Mucke, die bei einem Film mit Würde fehl am Platz wäre, aber die vorliegende stumpfsinnige, kurzweilige Zombie/Monster-Ballerei gut untermalt.
Sogar die sehr trashigen - und oft bemängelten - First-Pirson-Abschnitte sind damit unterhaltsam.
Ich glaub ich mag dumme Filme manchmal zu gern…
Fazit: Der Film wird häufig unterschätzt. Der Film ist klar recht minderbemittelt, aber ohne falsche Erwartungen macht er Spaß. Wir haben Monster, Blut und ne rockige Mucke. Noch n paar Bierchen, und einfach laufen lassen. Dann ist die Stimmung auch da.
Einen Extrapunkt gibts für die BFG!, also 7/10. (Eigentlich sinds 6/10)