Ein Wechselbad der Gefühle!
Genau das ist es, was einen bei DER EXTERMINATOR erwartet. Nach einem wirklich recht harten Auftakt (in Vietnam) wechselt die Handlung in den Sündenpool NYC. Hier versucht unser „Held“(?) Robert Ginty sich mit einem Durchschnitts-Job in einer fleischverarbeitenden Fabrik über Wasser zu halten. Das Leben ist gar nicht mal so übel, nachdem man der Hölle Vietnams entkommen konnte. Eines Tages versuchen ein paar Freaks die Firma zu bestehlen. Unser „Hero“ stößt zufällig dazu & zusammen mit seinem Kumpel & Arbeitskollegen Steve James (hier noch wesentlich ärmer an Muskeln als später in AMERICAN FIGHTER) mischt er die Bande auf. Es folgt ein Racheakt in dessen Verlauf sein Kumpel übelst zugerichtet wird! Nachdem er zusammengeschlagen wurde, wird ihm mit einer Art „Eisenkralle“ das Rückrad gebrochen. Querschnittslähmung ist die Folge. Der Exterminator zieht die Verantwortlichen zur Rechenschaft. Da er in NYC von Abschaum umgeben ist (& das Drehbuch es logischerweise so vorsieht) räumt er gnadenlos weiter auf…Dabei lernen wir einige wirklich verachtenswerte Chraktere kennen. Z. B. einen Senator der es mit jungen Burschen treibt & auch nicht abgeneigt ist, eine Hure mit dem Lötkolben zu „bearbeiten“…
Irgendwie ist der Film weder Fisch noch Fleisch. Ein hartes, recht gelungenes Intro, einige weitere härtere Sequenzen, eine Prise EIN MANN SIEHT ROT (DEATH WISH), ein irgendwie „komischer“ Hauptdarsteller, und ein mit zunehmender Laufzeit abschwachender Film…
Daß die Frage nach der Moral in Selbstjustizfilmen immer zweifelhaft ist dürfte klar sein.
Auch bei diesem Film wird überhaupt nicht klar, welche Aussage letztendlich gemacht werden soll.
So bleibt doch ein sehr zwiespältiger Eindruck; gelungene Szenen, die sich mit absolutem Mittelmaß & Lücken im Drehbuch abwechseln.
Am Rande sei noch erwähnt dass mit Samantha Eggar (DAS GEHEIMNIS DES GELBEN GRABES, DIE BRUT) & Christopher George (EIN ZOMBIE HING AM GLOCKENSEIL, PIECES) zwei weitere Darsteller mitwirken, die dem Genrefan bekannt sein dürften.
FAZIT: Den Film ruhig mal anchecken! Da macht man nichts verkehrt! Allerdings sollte man keinen Oberhammer erwarten & auch der "kleine Kult" um diesen Film läßt sich zumindest tlw. nicht wirklich nachvollziehen...Dafür wirkt er zu arg konstruiert / zusammengestückelt.
5/10