Als John Eastlands (Robert Ginty) bester Freund (Steve James) von einer Bande zum Krüppel geschlagen wird, greift der ehemalige Vietnam-Soldat zur Waffe, um in den Straßen New Yorks aufzuräumen…
In offensichtlicher Anlehnung an Michael Winners „Ein Mann sieht rot“ schickt James Glickenhaus seinen traumatisierten Krieger in eine unbarmherzige Welt, um Feuer mit Feuer zu bekämpfen. Leider kann er den Zusammenhang zwischen Kriegstrauma und Rachefeldzug ebenso wenig erhellen wie die psychologische Weiterentwicklung des Vollstreckers, sodass die Handlung letztlich ein hanebüchen zusammengeschusterter Vorwand für rabiate Gewaltakte bleibt, deren Härte schon wegen der mangelhaften, teilweise unfreiwillig komischen Inszenierung keine Verstörung auszulösen vermag. Statt den Zuschauer mit provokanten Thesen herauszufordern, belästigt Glickenhaus ihn nur mit miesen Darstellern, unverzeihlichen Logikfehlern und einer misslungenen Dramaturgie. Allenfalls die antipatriotischen Unterströmungen können verhaltenes Interesse aufkeimen lassen, das Hoffnungen auf ein ausgereifteres Folgewerk weckt.