Ex-Vietnam-Kämpfer (?) John beschliesst, das Recht selbst in die Hand
zu nehmen, nachdem Kriminelle seinen Kumpel mit Querschnittslähmung ins
Krankenhaus gebracht haben. Ab jetzt müssen Gangster, Drogendealer und
quälende Senatoren um ihr Leben fürchten, denn als Exterminator räumt
John im Sündenpfuhl New York richtig auf.
Der Rachefilm beginnt ( in der unrated Fassung ) mit einer suberb
inszenierten Enthauptung in Vietnam. Doch leider mussten wohl die
Macher nach dem folgendem stimmungsvollen Anfangscredit, welches New
York bei Nacht zeigt schon auf das schmale Bugdet achten, denn der Rest
des Films zeigt sich in einem dürftigen Low-Budget-Gewand. Genau wie
die Optik flacht der Film leider nach dem Intro ab und so stolpert ein
mittelmässiger Schauspieler wie Robert Ginty in episodenartigen,
sprunghaften Ausschnitten durch New York, um dem Abschaum den Kampf
anzusagen.
Der Streifen krankt leider an 2 wichtigen Sachen. Das Drehbuch ist
schwach, denn uninspiriert reihen sich Verbrechen an Racheakt und
demnach ist von Spannung oder Entwicklung in der Geschichte nichts zu
spüren. Die zweite Schwachstelle ist Darsteller Robert Ginty. Ihm fehlt
leider das Charisma eines Charles Bronson und die Härte, die man zur
Verkörperung eines gnadenlosen Rächers benötigt. Nur verkniffen gucken
reicht einfach nicht und somit ist der Exterminator absolut
unglaubwürdig, denn so einer Wurst nimmt man den knallharten Typen
einfach nicht ab. Da stellt man sich zwangsläufig die Frage, ob es
nicht besser gewesen wäre, wenn Ginty mit der Gartenkralle bearbeitet
worden wäre und sein Freund ( Steven James ) die Rolle des Rächers
übernommen hätte. Nicht, dass James ein begnadeter Schauspieler ist,
aber in seiner Rolle rettet er dem späteren Exterminator 2mal den
Hintern, bevor er zum Krüppel gefoltert wird.
Der Gewaltgrad ist gemäß dem Alter des Filmes recht hoch, kann mit
heutigen Produktionen aber nicht mehr mithalten. Einzig die Köpfung am
Anfang hebt sich aus den Gewaltszenen hervor und bleibt im Gedächtnis.
Also wieder mal ein James Glickenhaus Film, der nicht überzeugen kann
und viel schlechter ist als sein Ruf. Nach einem furiosem Auftakt folgt
danach jede Menge Ginty. Unterdurchschnittlich und nur absoluten
Trash-Fans und Nostalgikern zu empfehlen.