Review

Verbrechen endet im Fleischwolf!

Glickenhaus' Exploitation-Klassiker erzählt die "Death Wish"-Selbstjustiz-Geschichte etwas abgewandelt, weit drastischer - und ist vermutlich der bleibende Film in der Biographie des ehemaligen Broadway-Darstellers Robert Ginty, der hier in seiner Rolle als schweigsamer Rächer John Eastland und als ganz "unheldischer" Typ, durchaus überzeugen kann. - Mit tieferen Charakterzeichnungen, wie bei Bronson/ Kersey und desser ganz allmählicher Genese zum Rächer, hält man sich aber bei Ginty/ Eastland nicht auf. 
In Sachen Gezeigtes wird es explizit - bei der Enthauptung in der Eröffnungsequenz ist nicht nur mir damals, bei einer Kinoaufführung in den Endachtzigern, die Kinnlade runtergefallen.
Die Diskussionen um "Death Wish", ob nun suggestiv für Selbstjustiz "geworben" wird, oder ob nicht eher der Eindruck überwiegt, der Rächer habe etwas losgetreten, was für ihn nicht mehr kontrollierbar sein wird und ihn letztlich zerstören dürfte (siehe hierzu den deprimierenden "Dead Silence", 2007), hat bei der Filmkritik in Bezug auf den reißerischen "Exterminator" erwartungsgemäß nicht mehr stattgefunden - der Film wurde entsprechend abgeurteilt.
Spannend ist das Ding schon und es kommt noch der Nostalgiefaktor hinzu, der (bei mir) auch ab und an bei einem solchen perversen Filmchen zum Tragen kommt, also immerhin sieben Sterne. Mehr kann ich nicht verantworten, wo ich doch erst kürzlich erneut den unglaublich stark in Szene gesetzten "Death Wish" gesehen habe, gegen den "Der Exterminator" - ob er "Kult" ist, sei dahingestellt - den Kürzeren zieht.

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