Kerniger Selbstjustiz-Reißer aus der Zeit, als die Kerle noch die Eier und die Wumme in die Hand nahmen, um mal ganz ordentlich aufzuräumen: Unter den Straßenbanden, den Korrupten und den Perversen dieser Stadt. Hier geht ein Vietnamveteran auf einsamen Rachefeldzug: Unser Held ist eigentlich ein ganz netter Kerl und sein bester Freund ein Afroamerikaner, doch bald wird sich der Body Count auf dramatische Weise erhöhen.
Dass "Exterminator" auf Deutsch übersetzt eigentlich so viel wie "Kammerjäger" bedeutet, ist wohl mehr wie nur ein politisch inkorrektes Wortspiel. Kritiker dieses überaus harten B-Movies würden das Werk von Regisseur James Glickenhaus bestimmt als reaktionär und roh bezeichnen, was sicher nicht ganz falsch ist.
Dabei hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht, eine komplexe wie vielschichtige Story zu stricken: Der Held John Eastland arbeitet mit eisernen Willen und ebensolcher Effizienz seine Todesliste ab, um bei der Wahl der Waffen wenig zimperlich zu erscheinen.
Trotz der relativ simplen Handlung ist "Exterminator" ein spannender wie packender Film von der ersten bis zur letzten Minute geworden. Der Big Apple wird hier als nimmermüder Moloch des ewigen Verbrechens präsentiert, in dem die Ein-Mann-Armee wenigstens ein Quäntchen an klassischer Ordnung wieder herstellt.
Die Cast ist für ein B-Movie aus der damaligen Zeit ausgesprochen gut ausgefallen: Neben Robert Ginty agieren auch Samantha Eggar, Steve James und Christopher George - alle solide, charismatisch und ohne Versprecher. Somit haben wir es mit einem echten kleinen Videotheken-Kracher zu tun, der aus Teilen der Welt funkt, die schon damals nicht mehr ganz so heile waren...