Review

Ungeniert, ungeschminkt, unverkehrt


In „Never Been Kissed“ zieht eine Drew Barrymore-Mauerblümchenversion mit Mitte 20 undercover in eine Highschool, um für ihre Chicagoer Tageszeitung Stoff für einen brisanten Artikel zu suchen…

 „Ungeküsst“ vereint die rosaroten Retrobrillen für die 90er sowie die 80er (!), da es auch noch Rückblicke in die echte Schulzeit von Barrymores Figur gibt, was ich allein schonmal erstaunlich finde. Weit bevor solche Retroorgien zum Trend wurden. Dazu laufen hier mehr bekannte Gesichter (in jung) rum als man sich vorstellen kann - Alba, Franco, Arquette, Sobieski, C. Reilly. Und das ist nur ein Auszug. Wahnsinn, wen man hier alles entdecken kann. Dazu kommen die 90er total, ohne Scham und Scheu, ein teurer Edeltrashsoundtrack und eine verlässliche Liebes- und Selbstfindungsstory, die trotz Klischees und teilweise auch Fremdscham einfach Fun macht. Ansteckend gut gelaunt, bizarr bunt, nie ernst zu nehmen. Wer also auf sowas wie „Clueless“ oder „10 Things I Hate About You“ steht, sollte sich auch diese zu spät kommende Coming-of-Age-Whackomödie ruhig mal zu Gemüte führen. Solche machen die heutzutage nicht mehr, wie man so schön sagt. Außerdem wurde hier schon sowas wie „21 Jump Street“ oder „Central Intelligence“ vorausgenommen - in besser und süßer. 

Fazit: unschuldige RomCom mit etlichen bekannten Gesichtern im Highschool- und Nostalgiemantel - Letzteres weit bevor das zum Hype und Stilmittel wurde. Kann man gut weggucken und in Erinnerungen schwelgen. Plus die gute Drew ist ähnlich wie Sandy B. eine Bank was Sympathie betrifft. 

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