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Au weia, ein realistisch fies-ironischer Film, der das Geschäft der Waffenhändler unter die Lupe nimmt. Es gibt viele Momenten, an denen man Schmunzeln muss oder sogar Lachen. Das ist schlimm, denn eigentlich ist das alles andere als witzig. Es wird der Werdegang eines Waffenhändlers gezeigt, der durch Lug, Betrug und die verschleiernden Behörden zu einem der gefragtesten Männer aufsteigt und man ihm nix anhaben kann, obwohl durch seine Aktivitäten Menschen sterben (wenn auch nicht direkt...es hat was von Jigsaw>Saw), was er jedoch nicht direkt beeinflusst. Da ausser Cage kein Schauspieler sehr lange im Bild ist, kann man nur ihn begutachten, und der spielt das sehr gut und gekonnt. Ihn scheint kein Wässerchen trüben zu können, erst ab einem bestimmten Zeitpunkt zeigt er leichte Skrupel, später hört er sogar ganz auf, aber wird dann doch wieder reaktiviert. Die Story ist gut durchdacht und spannend/ironisch/traurig erzählt, Waffen bringen sehr viel Geld aber auch genausoviel Leid unter die Menschen, ein Verzicht steht ausser Frage, das beweist das etwas ungewöhnliche Ende. Kritikpunkte sind für mich einerseits dass manche Szenen zu langatmig sind und andere wiederum zu schnell und die Rolle seiner Ehefrau fand ich unpassend. Dass er sie anfangs noch mit einem kleinen Trick rumkriegt und heiratet ist ja ok, aber dass sie ihn so machen läßt, obwohl sie genau weiß, dass ihre Reichtümer wohl nicht von ungefähr kommen, hakt sie nicht nacht. Wie naiv/blöd muss man denn sein? Sie musste doch damit rechnen, dass er Schlimmes tut und sie dann als Mitwisserin Ärger bekommt...? Da der Film eine wichtige Botschaft übermittelt kann man nur hoffen, dass die Menschen intelligent genug sind zu verstehen, dass sowas leider Realität ist und nicht in Ordnung. 7/10

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