"Lord of War" ist ein kleines Meisterwerk für sich, das, ähnlich der "Truman Show", eine im Grunde ernste Thematik in teilweise amüsante und unterhaltsame Bilder verpackt. Eine leichte Kost ist Andrew Niccol´s dritte Regiearbeit deshalb aber noch lange nicht, da man sich als Zuschauer auf jeden Fall die Mühe machen sollte, sich zumindest seinen Teil zu dem Gesehenen zu denken, andernfalls hätte ein Film wie "Lord of War" einfach keinen Sinn. Verändern kann man mit Streifen dieser Art nichts, doch sie können mitunter helfen, gewisse Problematiken von einer anderen Perspektive zu sehen und sie verstehen zu lernen, wo wir dann wieder bei "Necessary Evil" angelangt wären. Nicht die Waffenhändler sind es, die das Leid in die Welt tragen, sondern die Staaten und Länder, die Kriege austragen, das und nichts anderes vermittelt uns Andrew Niccol. Jeder, der nichts gegen etwas Anspruch einzuwenden hat, sollte "Lord of War" unbedingt sehen.