Review

Lord of War

Gesehene Version: Free – TV 08.03.2009 

Inhalt:

Yuri Orlov (Nicolas Cage) möchte etwas aus seinem Leben machen. Deshalb beginnt er mit Waffen zu handeln. Von nun an verändert sich einiges. Er beginnt über seinen Verhältnissen zu leben, auch um seine Frau Ava (Bridget Moynahan) zu befriedigen. Eine weitere Baustelle ist sein Bruder Vitaly (Jared Leto) der das schwarze Schaf der Familie ist und sich in Drogen flüchtet. Mit der Beendigung des Kalten Krieges wächst sein Einfluss mit Waffen aus Sowjetischen Beständen. Doch er bleibt nicht unbemerkt, der Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) ist ihm bis zuletzt auf der Spur. 

Problematik:

Der Film nimmt sich der Problematik des internationalen Waffenhandels an. In Form eines durchaus sympathischen Protagonisten lernt der Zuschauer einen möglichen Grund in eine solche Situation hinein zu geraten. Dann allerdings bleibt zwar der Fokus auf Yuri, indem er erzählt wie er seine Frau verführt, was zunächst erst einmal unnötig erscheint. Doch so lernt man auf sympathische Art und Weise den Blender kennen. Diese Fähigkeit benutzt er später auch immer wieder für seine Waffengeschäfte. 1991 ist er der erste, dank eines Onkels der ein hochdekorierten General der Roten Armee ist, der die AK-47 tonnenweise in Entwicklungsländer verkaufen kann. Besonderer Fokus liegt hier auf den sich an die Macht putschenden Baptiste (Eamonn Walker). Immer mehr rutscht er in den Sumpf. Schulden; Drogen; Huren die Aids haben könnten; Blutdiamanten; … das innen Leben bleibt dabei außen vor. Überhaupt ist das Thema sehr sachlich abgehandelt. So bleiben Emotionen von Seiten der Familie und Yuri´s selbst weg. Einzig sein jüngerer Bruder sorgt für ein paar Eskapaden, der zwar nicht auf die Beine kommt, aber wenigstens ein Gewissen besitzt. Ich finde, dass der Film trotzdem gelungen ist. Er stellt für mich in sachlich nüchterner Weise dar, dass man nicht geboren wird um so ein Geschäft zu betreiben. Ferner das wenn man einmal dabei ist immer tiefer in den Sumpf rutscht und natürlich auch nicht mehr befreit werden kann. Zudem zieht der Film den einzig richtigen Schluss, nämlich dass es erstens mit ihm nicht aufhören würde, zweitens, dass er nach seiner Befreiung natürlich weiter macht. Das heißt krank ist nicht er, sondern das System! Somit schafft es der Film, auch in Zeiten der Wirtschaftskrise, mal wieder den Fokus auf Probleme zu richten, die nicht mit dem Finanzsystem zu tun haben.  Es ist immer wichtig, dass es Leute gibt die den Mut besitzen auf falsches hinzuweisen, schon allein deshalb ist der Film interessant. Somit folgte der Regisseur Andrew Niccol einer langen Tradition Hollywoods Menschen „unterhaltsam“ aufmerksam zu machen. Dies gelingt ihn mit diesem Film relativ gut. Die Anspielungen und der Zynismus sind für den normalen Entertainmentzuschauer durchaus zu erkennen. Erkennbar ist dies besonders am Sohn Baptiste Junior, der mit einer vergoldeten AK – 47 in einem amerikanischen Cabrio durch die Slums fährt und einfach teure Munition sinnlos verballert. Ein zweites ist eine der finalen Szenen, in denen die Opfer nur 200 m entfernt in Zelten hausen. Quasi vor deren Augen liefert Yuri die Waffen aus, die anschließend diese Menschen den Abhang hinunter vernichten 

Fazit:

Ein wichtiger Film

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